Ich arbeitete auf unserem Grundstück im Garten, als mein Bein ohne Vorwarnung und ohne erkennbare Ursache sehr schmerzhaft wurde und am Fuß anzuschwellen begann. In den nächsten Tagen nahmen die Symptome zu und breiteten sich aus.
Ich folgte dem Ratschlag aus dem Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy, und bat sofort eine erfahrene Christliche Wissenschaftlerin um Gebet. Eines der ersten Dinge, die die Praktikerin der Christlichen Wissenschaft sagte, war: „Hier geht es nicht um Sie, sondern um die Möglichkeit, mehr über Gott zu erfahren.“
Während der folgenden sechs Wochen war ich zwar nicht in der Lage zu gehen und wurde zudem von Schmerzen und Angst geplagt, aber ich lernte definitiv mehr über Gott und mein wahres Wesen als Gottes Bild und Gleichnis.
Meine liebe Frau brachte sehr hilfreiche Eigenschaften zum Ausdruck, während sie sich auf so viele Arten um mich kümmerte. Sie gab mir nicht nur praktische Hilfe, sondern verkörperte auch die Beschreibung einer guten Pflegeperson aus Wissenschaft und Gesundheit: „freudig, ordentlich, pünktlich, geduldig, voll Vertrauen“ (S. 395). Mir war es eine große Hilfe, von einer so erhebenden Atmosphäre des Denkens umgeben zu sein.
Die Praktikerin sprach viele Kirchenlieder, Bibelverse und Passagen aus Wissenschaft und Gesundheit an. Diese halfen mir, mich auf das große Ganze zu konzentrieren, auf alles, was Gott als unendlicher Geist ist, und darauf, wie ich als Sein geistiges Bild und Gleichnis direkt mit Ihm verbunden bin. Ich fühlte mich besonders durch den 23. Psalm in der Bibel unterstützt. Er wurde in vielerlei Hinsicht mein tägliches Brot.
Dieser Psalm gab mir die Gewissheit, dass Gott mich erschaffen hat, alles über mich weiß und nie aufgehört hat – und nie aufhören wird –, sich um mich zu kümmern. Er half mir, zu Gott hinaufzublicken und nicht hinunter auf das Problem.
So wie in diesem Psalm die Schafe „zu stillen Wassern“ (Vers 2, Schlachter 2000) geführt werden, so hat mir Gott eine gedankliche Stille gebracht, und diese Momente führten zu einer höheren Auffassung von Wiederherstellung. Ich erkannte, dass ich, wenn ich einfach ein wiederhergestelltes, gesundes Bein hätte, nichts weiter über Gott oder über mich als Widerspiegelung Gottes gelernt hätte. Ich erinnerte mich daran, dass die Praktikerin mir sagte, es gehe nicht um mich, sondern darum, mehr über Gott zu erfahren. Ein Vortrag über die Christliche Wissenschaft, den ich mir mehrmals online anhörte, half mir zu erkennen, dass ich die unmittelbare, reine Widerspiegelung Gottes bin. Hat Gott Schwellungen, Schmerzen oder Verfärbungen erfahren? Definitiv nicht. Wenn ich also nur meine Quelle widerspiegeln kann, wie können diese Symptome dann etwas Wahres über mich sein?
Eines Nachts breiteten sich die Symptome in einer so beängstigenden Weise aus, dass ich befürchtete, sie würden mein Herz erreichen und ich könnte sterben. Die Nacht war voller Angst und Dunkelheit, und ich fragte mich, ob es das Vernünftigste wäre, in die Notaufnahme zu gehen.
Aber der Psalm sagt: „Und wenn ich auch wanderte durchs Tal der Todesschatten, so fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, die trösten mich“ (Vers 4, Schlachter 2000). Und in dieser Nacht war Gott zweifellos bei mir. In meinen Gedanken tauchte die Frage auf: „Wer hat dir gesagt, dass du ein Herz brauchst, um zu leben?“
Ich war mir nicht ganz sicher, was ich davon halten sollte. Da ich Biologie studiert hatte, war ich mit der Vorstellung, dass ein Herz für das Leben unerlässlich ist, sehr vertraut! Ich hatte die heilende Wirkung der Christlichen Wissenschaft zahlreiche Male erlebt, und verstand zu einem gewissen Grad, dass ich eine ganz und gar geistige Identität habe, die eine Verkörperung geistiger Qualitäten ist, und dass diese als Widerspiegelung Gottes, des Geistes, vollkommen, vollständig und unveränderlich ist. Aber der Körper aus Fleisch und Blut, Knochen und Organen wirkte auch sehr real. Meine „Feinde“ (Vers 5) sagten: „Du befindest dich in einem materiellen Körper; dir kann jederzeit alles Mögliche zustoßen. Kannst du dich wirklich darauf verlassen, dass dich die Christliche Wissenschaft heilen kann? Du könntest sterben.“
Aber ich erinnerte mich daran, dass Gott angesichts dieser Ängste einen Tisch vor mir bereitete, und in diesem Moment wurde mir schlagartig klar, dass mein Leben nicht von einem Herzen abhängig war. Wir haben nicht zwei Körper; wir wachen nicht jeden Tag in einem physischen Körper auf und haben irgendwo anders einen vollkommenen geistigen Körper, der wunderbar vor Schmerz und Leid geschützt ist. Wir haben nur einen Körper, eine Identität, und dieser Körper besteht ausschließlich aus geistiger Substanz, einschließlich der wahren, geistigen Idee des Herzens. Ich wusste nun, dass meine Wahrnehmung falsch war, wenn ich die Wirklichkeit und Gegenwart dieses geistigen Körpers nicht erfasste.
Ich erkannte auch, dass Krankheit nicht in der Materie existiert, sondern nur in dem Denken, das davon überzeugt ist, dass die Existenz materiell ist. Und wenn Krankheit sich nicht in der Materie befindet, dann kann es bei der Heilung nicht darum gehen, ungesunde Materie in gesunde Materie zu verwandeln. Heilung muss im Bewusstsein stattfinden.
Ich wurde an diesem Tisch in der Wüste gespeist. Ich begann deutlicher zu erkennen, dass ich die Gelegenheit hatte, mehr über die große Liebe und Fürsorge unseres göttlichen Hirten für mich und alle anderen zu lernen, indem ich mehr über unsere völlig geistige Identität verstand. Innerhalb weniger Tage stellte sich eine deutliche Besserung ein, und innerhalb von ein paar Wochen waren mein Aussehen und meine Körperfunktionen wieder normal. Ich war vollständig geheilt.
Ich bin so dankbar für alle Aspekte dieser Heilung – die klaren, ruhigen, freudigen Erklärungen der Praktikerin; die Pflege meiner Frau; die Inspiration, die der Vortragende der Christlichen Wissenschaft vermittelte; die liebevolle Fürsorge, die die Mitglieder meiner Zweigkirche Christi, Wissenschaftler, während dieser Zeit zum Ausdruck brachten; die Ressourcen, die von der Mutterkirche (der Ersten Kirche Christi, Wissenschaftler, in Boston, USA) zur Verfügung gestellt werden; und die Fülle an heilender Unterstützung, die der Pastor der Christlichen Wissenschaft – die Bibel und Wissenschaft und Gesundheit – bereithält.
Da unser Bewusstsein in Gott, Liebe, wohnt, bleiben wir wirklich „im Haus des Herrn“ (Vers 6).
Pete Hatherell
North Gower, Ontario, Canada
Ich freue mich, die Heilung meines Mannes zu bestätigen. Da er im Allgemeinen ein gesunder, aktiver Mensch ist, war es ziemlich beunruhigend, ihn unbeweglich und voller Schmerzen zu sehen. Aber wir hatten schon oft Heilungen durch Gebet erlebt, wie es in der Christlichen Wissenschaft gelehrt wird, und als ich keine Angst in Petes Augen sah, wurde mir klar, dass ich auch nicht umhinkonnte, die Allgegenwart und aktive Fürsorge der göttlichen Liebe für uns beide in Anspruch zu nehmen. Meine eigene Angst wich der Erwartung auf Heilung, und ich war in der Lage, ihm freudig bei seinen praktischen Bedürfnissen zu helfen, bis er völlig frei war.
Jan Hatherell
