Eines Tages bemerkte ich ein Gewächs in meiner Achselhöhle. Im Laufe der nächsten Tage betete ich wie üblich für meine Gesundheit, ohne groß über die Sache nachzudenken. Ich wusste, dass Gott in meinem Leben alle Macht hat. Ich fühlte mich im Frieden. Während dieser zwei Wochen verspürte ich Schmerzen und Unbehagen in der Achselhöhle, die dann wieder verschwanden.
Kurz darauf ging ich unter die Dusche und bemerkte, dass der Bereich unter dem Arm schlimmer aussah. Ich beschloss, eine Praktikerin der Christlichen Wissenschaft um Hilfe durch Gebet zu bitten. Ich erkannte, dass ich mich von den Symptomen hypnotisiert fühlte und dem Zustand Wirklichkeit verlieh. Ich hatte gelernt, dass es beim Beten über ein Thema in der Christlichen Wissenschaft wichtig ist, die eigene geistige Natur zu bejahen, die Harmonie und Vollkommenheit einschließt. Es ist nicht hilfreich, ständig auf den materiellen Zustand zu schauen, ihn zu berühren oder sich darüber Gedanken zu machen.
Ich betete auch mit der „wissenschaftlichen Erklärung des Seins“, die in dem Buch Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy zu finden ist: „Es ist kein Leben, keine Wahrheit, keine Intelligenz und keine Substanz in der Materie. Alles ist unendliches Gemüt und seine unendliche Manifestation, denn Gott ist Alles-in-allem. Geist ist unsterbliche Wahrheit; Materie ist sterblicher Irrtum. Geist ist das Wirkliche und Ewige; Materie ist das Unwirkliche und Zeitliche. Geist ist Gott und der Mensch ist Sein Bild und Gleichnis. Folglich ist der Mensch nicht materiell; er ist geistig“ (S. 468).
Während ich betete, machte ich mir klar, dass allein das unendliche Gute Gottes existiert. Gott kümmert sich um Seine Kinder und behütet sie. Ich wies die Angst zurück und erkannte den Wert der geistigen Perspektive, die die Christliche Wissenschaft bietet. Ich konnte sie eindeutig anwenden und somit nicht in Versuchung kommen, Angst in meine Gedanken einzulassen. Durch das Gebet der Praktikerin verstand ich besser, dass Gott die einzige Ursache und der einzige Schöpfer ist und dass ich nach Gottes Bild und Gleichnis gemacht bin; ich spiegele Gott wider und kann niemals von Unreinheit berührt werden.
Es wurde mir klar, wie wichtig es ist, wachsam zu sein, nur wahre, geistige Gedanken von Gott zu akzeptieren und solche, die nicht von Ihm kommen, zurückzuweisen. Ich wusste, dass ich Gottes Gedanken hörte, weil sie mich aufbauten, mir Freude und Frieden brachten und von meiner geistigen Vollkommenheit sprachen. Gott kümmerte sich um mich.
Das erinnerte mich an die Bibelstelle, in der von den Sperlingen die Rede ist. Sie lautet: „Verkauft man nicht zwei Sperlinge für einen Groschen? Dennoch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater. Nun sind aber auch eure Haare auf dem Kopf alle gezählt. Darum fürchtet euch also nicht; ihr seid mehr wert als viele Sperlinge“ (Matthäus 10:29–31). Wenn Gott in der Lage ist, den kleinen Vögeln das Leben zu geben, wie viel mehr muss Er in der Lage sein, es uns, Seinen Kindern, zu geben!
Die Praktikerin und ich beteten gemeinsam, und nach anderthalb Wochen war die Achselhöhle völlig in Ordnung, und sie ist es immer noch.
Wie großartig ist die Christliche Wissenschaft, die uns Befreiung schenkt! Uns fehlt nichts, wenn wir sie praktizieren. Gott versorgt uns mit allem Guten, das wir brauchen. Ich bin sehr dankbar für alles, was es mir ermöglicht, in meinem geistigen Verständnis zu wachsen. Ich bin Gott sehr dankbar. Zweifellos hat Mrs. Eddy für uns alle einen wahren Schatz entdeckt.
Laura Ester Romero
Buenos Aires, Argentinien
