Ich bin so dankbar, dass ich in meiner Heimat Uruguay vor vielen Jahren mit der Christlichen Wissenschaft bekannt gemacht wurde, und für die großen Veränderungen, die sie in meinem Leben und dem meiner Familie bewirkt hat. Sie hat mir geholfen, Gott als göttliche Liebe zu verstehen, die überall existiert und unser Leben harmonisch regiert.
An einem Sommertag vor ein paar Jahren hatte ich eine Gelegenheit, dieses Verständnis umzusetzen, als ich eine vielfältige Mahlzeit für meine Familie kochte, die mehrere Speisen enthielt. Ich hatte ein Dessert gemacht, für das man die Schüssel mit dem Dessert in eine mit Wasser gefüllte Backform stellt und dann im Ofen gart. Beim Herausnehmen des gegarten Desserts aus dem Ofen kippte die Backform um, und das heiße Wasser ergoss sich über meine nackten Füße.
Ich hatte starke Schmerzen, war aber zuversichtlich, dass die Christliche Wissenschaft mich heilen würde. Ich bat eine Praktikerin der Christlichen Wissenschaft um Hilfe durch Gebet. Das Telefonat mit ihr gab mir die Gewissheit, dass ich eine geistige Idee von Gott bin, und eine geistige Idee kann weder berührt noch verletzt werden. In der göttlichen Liebe, unserem Lebensraum, sind zerstörerische Elemente unmöglich. Es gibt in der Allheit der göttlichen Liebe nur Gutes; Zufall oder Unfälle haben keinen Platz.
Meine Tochter kümmerte sich liebevoll um meine körperlichen Bedürfnisse und reinigte die Haut an meinen Füßen. Ich war dankbar, dass ich unmittelbar nach dem Vorfall zu meiner Hausarbeit zurückkehren und für die Familie dasein konnte.
In jener Woche war das Thema der Bibellektion im Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft „Liebe“ gewesen, und die Lektion hatte Worte von Jesus an seine Nachfolger zitiert: „Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch geöffnet. Denn wer bittet, der empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet“ (Matthäus 7:7, 8). Diese Versprechungen beruhigten mich sehr und machten mich zuversichtlich, dass Gott meine Gebete erhören würde.
Mir fiel außerdem etwas ein, was der Apostel Paulus geschrieben hatte: „Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus“ (Philipper 4:13). Christus, den Jesus verkörperte, machte mich stark und befähigte mich, hinsichtlich der Heilung auf Gott zu vertrauen. Christus, Wahrheit, war die verlässliche geistige Grundlage, auf der ich stand, und er würde mich nicht im Stich lassen.
Ich dachte an die vielen Heilungen von Christus Jesus und die wichtigen Lehren, die sie darüber enthalten, wie man heilt und wie unmittelbar Gottes Hilfe zur Hand ist. Als Jesus Lazarus beispielsweise aufforderte, er solle aus dem Grab herauskommen (siehe Johannes 11:43), wusste er, dass nichts Lazarus davon abhalten konnte, dies zu tun – seine Freiheit zu erlangen. Und genau das geschah. Lazarus trat aus dem Grab hervor, weil Jesus dessen Identität als unsterbliches und unzerstörbares Kind Gottes verstand.
Meine Erfahrung war im Vergleich dazu zwar sehr bescheiden, doch auch ich verstand, dass ich aus der Situation heraustreten konnte. Kein Glaube an die Wirklichkeit der materiellen Existenz konnte mich davon abhalten. Ich verließ mich auf Gottes Macht und nicht meine Füße, und diese Macht konnte nicht versagen.
Ich musste außerdem daran denken, was Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy über das Praktizieren der Christlichen Wissenschaft sagt: „Widersprich mental jeder Beschwerde des Körpers und erhebe dich zu dem wahren Bewusstsein von Leben als Liebe – als allem, was rein ist und die Früchte des Geistes trägt“ (S. 391).
Als ich mein Gebet auf diese Grundlage stellte, machte die Heilung zügig Fortschritte. Innerhalb einer Woche waren alle Schmerzen verschwunden, und an den Füßen bildete sich neue, gesunde Haut.
Ich bin sehr dankbar für diese Demonstration der Macht der göttlichen Liebe. Vor einigen Jahren nahm ich Elementarunterricht in der Christlichen Wissenschaft, in dem wir von Gottes Macht und Fähigkeit zu heilen lernen. Heute bin ich in der öffentlichen Praxis des christlich-wissenschaftlichen Heilens tätig. Es ist eine Freude, diese Wissenschaft zu praktizieren, die meiner Familie und mir weiterhin viel Segen bringt, und zu wissen, dass unsere Gebete immer erhört werden.
Adriana Mora
Alicante, Spanien
