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Original im Internet

ARTIKEL

Die liebevolle Reichweite der Kirche

Aus der September 2025-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 26. Mai 2025 im Internet.


Wie oft haben Sie schon an einem Gottesdienst teilgenommen in der Hoffnung, eine Antwort, eine Lösung oder Heilung zu finden, und genau das bekommen, was Sie brauchten? Ich weiß noch, wie ich monatelang Heilung für ein Gewächs auf meiner Wirbelsäule suchte, das das Sitzen unbequem machte, weil ich mich nur seitlich anlehnen konnte. Da ich immer Heilung durch die Christliche Wissenschaft erlangt hatte, wusste ich, dass auch dieses Problem geheilt werden würde.

Irgendwann inspirierte mich ein Gottesdienst in einer Zweigkirche der Christlichen Wissenschaft so sehr, dass mir kurz danach der heilende Gedanke wie ein Blitz kam: „Ich kann nicht krank sein – ich muss Gottes Arbeit tun!“ Ich wusste augenblicklich, dass das Gewächs verschwunden war; es war schlicht und einfach nicht mehr da. Mit dieser Erkenntnis waren weder der Knoten noch die Schmerzen mehr vorhanden. Seitdem sitze ich wieder normal und bequem.

Die göttliche Botschaft, die die Heilung bewirkt hatte, machte mir verständlich, dass die zu erledigende Arbeit das Verständnis der Fortdauer von Gottes harmonischer Aktivität war, die ich widerspiegele. Ich verstand außerdem, dass ich in die heilende Unterstützung unserer Kirche eingeschlossen war. Die Kirche unterstützt unsere Arbeit, und ich liebe bis heute alle Aspekte der Kirchenarbeit.

Gemäß der Bibel sagte Christus Jesus über Petrus’ Erkenntnis des Christus, der geistigen Idee Gottes, dass dies der Felsen war, auf den er seine Kirche bauen wollte (siehe Matthäus 16:16–18). So wie Gott uns den Christus gibt, so gibt Er uns die Kirche – diese wichtige Versammlung von Gottes Kindern, die die Menschheit unterstützt und tröstet.

Hingabe an die Kirche erfordert die Bereitschaft, in unserem Verständnis von Gott zu wachsen und alle zu lieben, die helfen, den geistigen Sinn von Kirche zum Ausdruck zu bringen. Sie wird in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy folgendermaßen definiert: „Die Struktur der Wahrheit und der Liebe; alles, was auf dem göttlichen Prinzip beruht und von ihm ausgeht.

Die Kirche ist diejenige Institution, die den Beweis ihrer Nützlichkeit erbringt und die die Menschheit erhebt, das schlafende Verständnis aus materiellen Annahmen zum Erfassen geistiger Ideen und zur Demonstration der göttlichen Wissenschaft erweckt und dadurch Teufel oder Irrtum austreibt und die Kranken heilt“ (S. 583).

Unsere demütige Hingabe an die Kirche befähigt uns, mehr von ihrer Unendlichkeit und ihren Segnungen wahrzunehmen. Durch meine aktive Teilnahme an den Gottesdiensten seit vielen Jahren habe ich unzählige tägliche Segnungen erlebt und miterlebt. Die Kirche hat mich gelehrt, dass ich Gott als allmächtiger Intelligenz und göttlicher Liebe vertrauen kann. Und die Christliche Wissenschaft hat meinen geistigen Sinn, „eine bewusste, beständige Fähigkeit Gott zu verstehen“, offenbart (ebd., S. 209).

Der geistige Sinn war genau das, was ich fühlte, als ich auf einer ländlichen Straße von einem anderen Auto von der Fahrbahn abgedrängt wurde. Die vier Insassen des Autos fingen an, mich aggressiv zu verhöhnen. Aufgrund meines natürlichen Verständnisses von Gottes immerwährender Gegenwart empfand ich nur die Liebe Gottes für diese Männer und mich selbst. Ich wusste, dass Gott sie als Seine eigenen geistigen Söhne sah und dass ich fähig war, sie ebenso zu sehen.

Ich fühlte mich dazu geleitet, ihnen zu sagen, wie dankbar ich war, dass Gott sie zu mir gesandt hatte, da ich ihre Hilfe brauchte, ein Geschäft zu finden, das irgendwo in der Gegend war. Plötzlich setzten sich die Männer im Auto aufrecht hin und sagten mir, ich solle ihrem Auto folgen. Die klare Änderung in ihrem Verhalten gab mir das Gefühl, ihnen vertrauen zu können. Und sie führten mich wie versprochen mehrere Kilometer bis hin zu meinem Ziel.

Für mich war das ein klares Beispiel dafür, dass wir nicht nur in die Kirche gehen, weil uns das segnet, sondern weil wir dort lernen, die Segnungen der Christlichen Wissenschaft an andere weiterzugeben, wie die Bibel von uns fordert: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (3. Mose 19:18). Wellenkreisen gleich, erreicht die geistige Tätigkeit der Kirche Gottes Töchter und Söhne.

Jede und jeder von uns betet, um geistiger zu sehen, und dabei erkennen wir, dass jeder Mensch die natürliche Erkenntnis von Gott als die Quelle des Guten hat. Die liebevolle Aufforderung unseres himmlischen Vater-Mutter-Gottes richtet sich an jeden Menschen, und jeder ist fähig, sich direkt eingeladen zu fühlen, dankbar zu sein und Gott anzubeten. Gottes ewige Einladung lautet: „Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser!“ (Jesaja 55:1). Der Christus, die wahre Idee Gottes, lädt uns zur Kirche ein und verleiht unserem Herzen den Wunsch, Gott zu verstehen. Wie Jesus sagte: „Es kann niemand zu mir kommen, wenn ihn nicht der Vater, der mich gesandt hat, zieht“ (Johannes 6:44).

Wir müssen auch unsere Kirche geistig sehen. Die heilende „Struktur der Wahrheit und der Liebe“ umfasst weder Abwesenheit noch Leere, denn Liebe, die sich in Liebe widerspiegelt, ist Allheit. Diese allumfassende Liebe zu erkennen und zum Ausdruck zu bringen, füllt unsere Kirchen. Wenn wir innerhalb der „Struktur der Wahrheit und der Liebe“ arbeiten und diese zum Ausdruck bringen, begrüßen wir alle als die Nachkommen des Geistes, nicht des Fleisches. Wir heißen jede Person willkommen, die durch die Tür kommt – nicht die Tür eines materiellen Gebäudes, sondern des geistigen Verständnisses, und schaffen Raum für jede geistige Idee in unserem Denken über die Kirche. Nur wenn wir korrekt über Gott und den Menschen denken, können wir die unwiderstehliche Anziehungskraft dieses besonderen Ortes der Dankbarkeit und Anbetung demonstrieren, den wir als Kirche kennen.

Mrs. Eddy schreibt im Handbuch der Mutterkirche: „Die Gebete in den Kirchen der Christlichen Wissenschaft sind insgesamt und ausschließlich für die Gemeinden darzubringen“ (S. 42). Das kann mehr einschließen als nur die Anwesenden im Gebäude, nämlich alle, die auf der Suche zu der auf dem Christus beruhenden Anbetung des Heiligen Geistes sind.

Lassen Sie uns gemeinsam beten, um zu erkennen, dass jedes Kind Gottes der Einladung der Liebe folgt. Unser Ausdruck dieser Erkenntnis segnet den geistigen Fortschritt aller.

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