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Für Kinder

Nimm die grüne Brille ab

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 25. November 2019


Kennst du die Geschichte vom Zauberer von Oz? Dorothy und ihre Freunde gehen in die Smaragdstadt, um Hilfe vom Zauberer zu erhalten. Bevor sie eintreten dürfen, müssen sie eine grüne Brille aufsetzen. Als sie in die Stadt gehen, sieht alles smaragdgrün aus. Erst viel später in ihrem Abenteuer nehmen Dorothy und die anderen die Brille ab und sehen die Stadt so, wie sie wirklich ist. Und sie stellen fest, dass die Stadt gar nicht grün ist. Die Brille hat nur alles grün aussehen lassen. Die Brille hat eine Illusion geschaffen – sie hat etwas so erscheinen lassen, wie es gar nicht ist.

Der Zauberer von Oz ist eine gute Geschichte und es ist lustig zu sehen, wie die Figuren hereingelegt werden. Doch im wirklichen Leben will man nicht ausgetrickst werden und etwas glauben, was gar nicht stimmt. Aber wie kann man sicher sein, was stimmt und was nicht?

Die Bibel kann uns dabei helfen. Im 1. Buch Mose, ganz am Anfang der Bibel, gibt es zwei Berichte, wie Gott den Menschen erschaffen hat. Im ersten lesen wir, dass Gott den Menschen – uns alle – nach Seinem Bild und Gleichnis erschaffen hat. Mit anderen Worten, wir sind so vollkommen und geistig wie Gott, vollkommener Geist. In der zweiten Geschichte formt Gott einen Menschen, Adam, aus Staub und verwendet dann einen Knochen vom ihm, um eine Frau zu formen, der Adam den Namen Eva gibt.

Jesus lehrt uns, dass der erste Bericht der echte ist. Er sagte einst: „Darum sollt ihr vollkommen sein, so wie euer Vater im Himmel vollkommen ist“ (Matthäus 5:48). Vollkommen sein bedeutet, gottähnlich zu sein. Nur Gottes Bild und Gleichnis könnte so sein. Ein Mensch, der aus Staub gemacht wurde, kann nie so vollkommen sein wie Gott. Also hat Jesus uns gesagt, dass wir in Wirklichkeit geistig sind und nicht aus Fleisch und Knochen bestehen, wie wir meinen.

Als ich mich einmal verletzt hatte, musste ich aufpassen, nicht die Illusion zu akzeptieren, ich würde aus Fleisch und Knochen bestehen. Ich lief vergnügt durch ein großes Feld. Als ich durch ein Tor ging, knickte ich auf ein paar Steinen um und hörte ein Knacken. Mein Fuß fing an, wehzutun, und ich konnte kaum noch laufen.

As ich deswegen betete, dachte ich daran, was wirklich wahr über mich ist. Die Schmerzen in meinem Fuß schienen zu schreien: „Du hattest einen Unfall und hast dich verletzt!“ Aber ich wusste, dass ich so vollkommen war, wie es nur ging, wenn Gott, der vollkommen ist, mich nach Seinem Bild und Gleichnis erschaffen hat. Und weil ich geistig bin und nicht aus Fleisch und Knochen bestehe, konnte nichts in mir gebrochen oder verrenkt sein.

Außerdem dachte ich daran, dass Gott Liebe ist. Und da Er mich erschuf und lieb hat und immer für mich sorgt, würde Er nie zulassen, dass ich eine Verletzung erleide. Wenn ich also glaube, dass der Unfall und die Schmerzen wahr sind, dann wäre es, als würde ich eine grüne Brille aufsetzen, statt die Dinge so zu sehen, wie Gott sie gemacht hat, also so, wie sie wirklich sind.

Ich lief weiter und betete den restlichen Tag über. Obwohl mir der Fuß immer noch weh tat, folgerte ich: „Nein, dieser Unfall kann mir nichts anhaben. Ich bin kein Fleisch-und-Knochen-Mädchen, sondern Gottes vollkommenes Kind. Statt zu überlegen, wie es dem Fuß geht, muss ich verstehen, dass ich hier und jetzt geistig und frei bin.“ Am nächsten Morgen ging es dem Fuß prima, und ich konnte ohne Schmerzen laufen. Ich war Gott so dankbar, dass Er mich geheilt hatte.

Mary Baker Eddy spricht in ihrem Buch Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Illusionen. Dort lesen wir: „Wenn die Illusion von Krankheit oder Sünde dich in Versuchung führt, dann halte dich unerschütterlich an Gott und Seine Idee“ (S. 495). Wenn wir weiter an Gott denken und uns an Ihn halten, werden Illusionen von Schmerzen und Problemen zerstört.

Wenn du also ein Problem hast, kannst du dich fragen: „Stimmt das, oder habe ich eine grüne Brille auf und sehe eine Illusion?“ Wenn es gut ist, wie Gott, dann stimmt es. Wenn nicht, ist es eine Illusion. Nimm die grüne Brille ab und stelle fest, was wirklich über dich wahr ist.

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Ich betrachte die Herolde und den Sentinel als den „gedruckten Paulus“, weil sie die Botschaft der universellen Verfügbarkeit der Wahrheit in die ganze Welt tragen. Ich muß aber hinzufügen, dass für den Christlichen Wissenschaftler in Übersee der Sentinel und der Herold weit mehr sind als Botschafter der Wahrheit; sie sind buchstäblich das Brot für den jeweiligen Tag und speisen die Christlichen Wissenschaftler mit der „Gnade“, die sie täglich durch das Gebet des Herrn suchen.

Howard Palfrey Jones, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, November 1969 

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