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Original im Internet

Ungerechtigkeiten überwinden

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 15. Januar 2019


Vor vielen Jahren wurde ich einmal beschuldigt, unangemessen über jemanden gesprochen zu haben. Ich war schockiert, denn diese Anschuldigung passte überhaupt nicht zu meinem Charakter. Ich kannte die Kollegin nicht, die mich beschuldigt hatte, doch sie hatte eine Unterhaltung aufgeschnappt und irrigerweise geglaubt, dass ich daran beteiligt gewesen war.

Hier stand Aussage gegen Aussage, und ich wusste erst nicht, was ich machen sollte. Dann fiel mir ein, dass die Bibel hilfreichen Rat gibt, wenn man ein Problem zügig lösen will. Also schlug ich Kapitel 18 im Matthäusevangelium auf, das einige Ideen zur Konfliktbeilegung enthält. In Vers 15 sagt Christus Jesus beispielsweise: „Sündigt aber dein Bruder gegen dich, geh hin und weise ihn zurecht zwischen dir und ihm allein. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen.“

Die Worte „zwischen dir und ihm allein“ fielen mir ins Auge. Als ich den Sinn hinter Jesu Rat überdachte, erkannte ich, dass es erhebliche Selbstdisziplin erfordern würde, keine Gegenklage vorzubringen, sondern direkt mit der Frau zu sprechen. So wurde die Sache nicht weiter aufgebauscht, indem ich sie mit anderen durchkaute, weil ich gekränkt war. Ich wollte auch nicht, dass mein Ego meine Urteilsfähigkeit beeinträchtigte.

Also betete ich offenen Herzens zu Gott. Ich hat Ihn, mir die natürliche Güte und Unschuld Seiner Kinder zu zeigen, also aller Beteiligten. Ich wollte die Sichtweise Christi erkennen – die wahre Idee von Gott und Seiner Schöpfung –, die die nötige Klarheit und Ruhe bringen würde, um die Lüge aufzudecken und zu berichtigen.

Dasselbe Kapitel im Matthäusevangelium enthält eine weitere Lektion darüber, wie wichtig kindliche Demut ist (siehe Verse 1–5). Die Jünger fragen Jesus: „Wer ist denn der Größte im Himmelreich?“ Das Himmelreich wird auch als Reich Gottes, der göttlichen Wahrheit, der Gerechtigkeit und des Guten, bezeichnet. Wie wir lesen, ruft Jesus ein Kind zu sich und sagt den Jüngern: „Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, dann werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.“

Ich betrachtete das als einen Aufruf, mich selbst als Gotteskind zu sehen, als geistig, stark, rein, unschuldig und gut, so wie Gott alle Seine Kinder erschafft. Und Jesus hat uns gezeigt, dass wir jeden Menschen auf unserem Weg in diese heilende Sichtweise einbeziehen müssen, auch Leute, mit denen wir Schwierigkeiten haben. Bis wir uns und andere als Gottes gute Kinder betrachten, werden wir etwas verpassen. Doch wenn wir danach streben, unsere geistige Unschuld und die anderer sowie alle als Ebenbild Gottes, des göttlich Guten, zu erkennen, dann merken wir auf einmal, dass wir alle auf derselben Seite sind.

Diese Sichtweise bedeutet nicht, dass wir Fehler nicht beheben. Vielmehr ebnet sie den Weg für die Schritte, die zu einer schnellen, reibungslosen und liebevollen Fehlerbehebung führen, Vergebung inbegriffen.

In meinem Fall verschwand das Gefühl der Selbstrechtfertigung und Empörung, als ich betete, und wurde durch Ruhe ersetzt. Es war mir möglich, unter vier Augen mit der Frau zu sprechen. Die Verwechslung wurde aufgedeckt, die Person, die die unangemessenen Worte gesagt hatte, wurde identifiziert und entsprechend ermahnt. Die Angelegenheit wurde freundlich und für alle Beteiligten harmonisch aus der Welt geräumt.

Gebet, das alle in eine geistige Sichtweise unseres Wesens als Gottes Kinder einschließt, ebnet den Weg, damit der heilende Christus eine Situation bereinigen kann, sodass Fehler beseitigt werden. Das demütige, von Herzen kommende Gebet einer einzelnen Person kann das bewerkstelligen.

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Kim Crooks Korinek, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Mai 2017

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