Ende März ist die Zeit der Krokusse in unserem Garten. Einmal sah ich zwei Krokusse, die dicht nebeneinander ausgetrieben hatten und deren Blütenkelche noch geschlossen waren. Sie waren von Wind und Regen zu Boden gedrückt worden. Einige Tage später hatten sich die Kelche in dieser Position am Boden geöffnet und zeigten ihre gelben inneren Staubgefäße, damit sie von Bienen bestäubt werden konnten.
Das beeindruckte mich sehr. Ich sah darin ein Symbol für fortlaufende Lebendigkeit und einen beständigen Zweck selbst angesichts schwieriger Umstände.
Vor fünfzig Jahren befand ich mich in einer Situation, die mich mental wie in einen Abgrund gestoßen hatte. Zwei zur selben Zeit aufgetretene Ereignisse nahmen mir alle Hoffnung und den Wunsch zu leben. Ich fühlte mich wie in einem tiefen Loch, alleingelassen und zu schwach, um mich daraus zu befreien.
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