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Original im Internet

Gebet schützt wie eine Mauer

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 19. Januar 2026


Gerade als ich dachte, ich würde in meinem Studium der göttlichen Wissenschaft keine Fortschritte machen, kam Inspiration und ich wurde guten Mutes und tief dankbar.

Alles, was ich suchte, war in der Bibellektion jener Woche aus dem Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft enthalten, die unter anderem von Nehemia handelte. Sein Beispiel zeigt uns, wie wichtig es ist zu beten, bevor man eigene Schritte unternimmt, um ein Problem zu lösen. Bevor Nehemia anfing, die Mauern um Jerusalem wiederaufzubauen, um sein Volk zu schützen, betete er demütig zu Gott. Er hatte großes Gottvertrauen, und das ermöglichte es ihm, die Arbeit in 52 Tagen abzuschließen.

Ich musste bei der Geschichte von Nehemia an ein Kindervideo denken, das ich mir mit meinem Enkel angesehen habe. Darin spionieren außerirdische Wissenschaftler einem Teenager nach und versuchen, seine Aufmerksamkeit auf etwas zu lenken, ohne selbst bemerkt zu werden, ähnlich wie Nehemias Feinde versuchten, seinen Fokus vom Wiederaufbau der Mauern um Jerusalem abzulenken. Wie oft werden wir auf subtile Weise in Versuchung geführt, unsere Aufmerksamkeit auf andere Dinge zu richten? Das ist die Art und Weise, auf die das Böse bzw. das sterbliche Gemüt zu arbeiten scheint: Es flüstert unserem Denken etwas ein, und wenn wir nicht aufpassen, macht es sich darin breit.

Nehemia, der viel moralischen Mut hatte, war ein großer Führer, der bemerkenswerte Dinge vollbrachte, indem er sich auf Gott verließ. In einer widrigen Situation handelte er mit göttlicher Weisheit und Intelligenz. Er lauschte auf Gott und ließ sich von den Worten und Taten seiner Feinde nicht ablenken. Auf diese Weise konnte er sein Ziel erreichen, Gott, dem großen Ich bin, die Ehre zu erweisen.

Wie Nehemia können auch wir danach streben, den Zweck zu erfüllen, den Gott uns verliehen hat. Um das zu tun, müssen wir unser Denken für göttliche Botschaften öffnen, indem wir in das Heiligtum des Gebets gehen und die Tür schließen. Nur dann können wir auf einer geistigen Grundlage beginnen.

Wer ernsthaft nach der Wahrheit sucht, erlangt im Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, ein sehr klares Verständnis davon, wie man geistig Fortschritte macht. Auf Seite 497 führt Mary Baker Eddy die Glaubenssätze der Christlichen Wissenschaft auf, die uns zeigen, wie man das in die Praxis umsetzt, was die Bibel uns ans Herz legt. Der erste Glaubenssatz lautet: „Als Anhänger der Wahrheit nehmen wir das inspirierte Wort der Bibel als unseren geeigneten Führer zum ewigen Leben.“ Ich finde es hilfreich zu erkennen, dass wir auf geistige Inspiration lauschen können, um das heilige Wort zu verstehen, das in Form von lieblichen Melodien in unser Herz kommt.

Der sechste Glaubenssatz erscheint mir wie eine Warnung, innezuhalten und zu lauschen. Ich liebe ihn besonders, denn er lässt keinen Platz für eine wankelmütige Haltung: „Und wir geloben feierlich zu wachen, und zu beten, dass das Gemüt in uns sei, das auch in Christus Jesus war; anderen zu tun, wie wir wollen, dass sie uns tun sollen; und barmherzig, gerecht und rein zu sein.“

Wenn wir auf dem Felsen Christi aufbauen und die Liebe leben, die Jesus an den Tag legte, dann erkennen wir, dass weltliche Dinge keinen Wert haben im Vergleich zu den Dingen Gottes, und verstehen, wie wundervoll Seine Führung ist.

Das Gebet „Richte mich auf, Herr“ kann ein erster und grundlegender Schritt darin sein, in Einheit mit dem einen Gott zu wandeln. Unsere Füße fest in dem Verständnis zu verankern, dass es nur einen Gott gibt, macht uns wachsam. Und wenn wir auf unsere Gedanken achten, können wir jede mentale Opposition ausmerzen, die beispielsweise behauptet, dass der Mensch sich selbst erschafft, anstatt von Gott erschaffen zu sein. Wenn wir uns demütig und mit Integrität in das Wissen unserer wahren Identität als Widerspiegelung Gottes einhüllen, erkennen wir unsere Einheit mit Gott und entdecken die göttliche Liebe, die Gott ist. Das ist es, was erforderlich ist, um Gottes Stimme zu hören. Alles, was wir erleben, spielt sich im Denken ab, daher ist es wichtig, mit Gott – dem einen, unendlichen Gemüt – zu beginnen. Dann fallen fehlerhafte Gedanken von uns ab und die Heilung findet statt.

Immer wenn wir eine aggressive Suggestion hören, wie die, mit denen Nehemia konfrontiert war, können wir wissen, dass Gott Alles-in-allem ist. Einmal konnte ich mich nur eingeschränkt bewegen. Das war mit großen Schmerzen verbunden und ich kam an einen Punkt, an dem ich Schwierigkeiten hatte, mich nach dem Baden abzutrocknen. Das Problem hielt mehrere Tage an. Ich versuchte, die Wirklichkeit des Seins zu erklären, wie es in der Christlichen Wissenschaft gelehrt wird, doch das Problem weitete sich aus.

Ich betete intensiv weiter, um meine geistigen Schutzmauern aufzurichten, denn ich war sicher, dass Gott solche Schmerzen niemals verursachen würde. Als ich das Problem als mentale Suggestion erkannte, „die wissenschaftliche Erklärung des Seins“ in Wissenschaft und Gesundheit (S. 468) für mich selbst beanspruchte und das Gebet des Herrn betete, verschwand das Problem vollständig. Die Heilung fand in Übereinstimmung mit dem göttlichen Versprechen statt (Jeremia 33:6): „Sieh, ich will sie heilen und gesund machen und will ihnen Frieden und Treue in Fülle gewähren.“

Krankheit und sonstige Disharmonie sind in Gottes Reich nicht möglich und daher unwirklich, sie sind falsche Vorstellungen. Die geistige Erkenntnis unseres wahren Ursprungs und unserer wahren Grundlage in Gott befähigt uns, eine Lüge zu erkennen. Dann werden wir sie austreiben und beweisen, wie wundervoll Gott ist.

Sind wir nun bereit, Gott vollständig zu vertrauen, Sünde, Krankheit und jede sonstige Lüge des menschlichen Gemüts zu zerstören? Wenn wir das tun, werden wir mentale Mauern wiederaufrichten, die uns schützen, und zeigen, wie gut Gott ist.

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