Ich sollte eine Reitstunde geben und war dabei, mein Pferd aus seiner Box zu führen, als ein lautstarker Kampf zwischen zwei Stallkatzen ausbrach. Mein Pferd scheute, sprang nach vorne, und als es die Balance verlor, rutschten alle vier Hufe unter ihm weg. Durch seinen Fall wurde ich mit dem Kopf voran gegen einen Türrahmen geworfen. Ich landete auf dem Boden, benommen, wenn auch bei Bewusstsein, und hatte zwei große Schwellungen am Kopf. Ich sammelte mich und bekräftigte, dass ich nicht verletzt sein konnte, da es nur eine Ursache und eine Wirkung gibt – Gott, das Gute.
Die Besitzerin des Stalls, eine Freundin von mir, war sehr besorgt. Ein Jahr zuvor hatte sie bei einem Sturz eine Gehirnblutung erlitten und war mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus transportiert worden. Sie legte mir energisch ans Herz, ins Krankenhaus zu fahren. Da sich der Vorfall auf ihrem Grundstück ereignet hatte, sah ich ein, dass es rücksichtsvoll wäre, ihrem Wunsch zu entsprechen. Ich wusste, dass Gott bei mir ist, wo immer ich bin, und dass Er die Situation unter Kontrolle hatte.
Als meine Freundin mich ins Krankenhaus fuhr, kamen mir lauter Gedanken über Macht. Der Aufprall schien machtvoll gewesen zu sein und mögliche machtvolle Folgen zu haben. Doch ich bekräftigte, dass es nur eine Macht gibt – Gott, der Liebe, Leben und Geist ist. Nichts kann diese Macht infrage stellen.
Eine Computertomographie zeigte, dass ich eine Gehirnblutung hatte, und die Ärzte sagten, dass ich zur Behandlung ins Krankenhaus aufgenommen werden sollte. Während ich auf die Ergebnisse und die Einschätzungen des Neurologen wartete, hatte ich glücklicherweise Zeit zu beten. Ich hatte mein Handy bei mir und konnte die Bibellektion aus dem Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft sowie Artikel über die Christliche Wissenschaft auf JSH-Online lesen. Ich hatte weder Medikamente eingenommen noch hatte ich Schmerzen.
Das Thema der Lektion jener Woche war „Substanz“. Ein Gedanke, mit dem ich mich beschäftigte, war, dass ich auf die Substanz des Geistes statt der Materie vertrauen sollte. Ich empfand zwei Stellen aus Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy als besonders hilfreich. Die eine ist auf Seite 468: „Frage. – Was ist Substanz?
Antwort. – Substanz ist das, was ewig und zu Disharmonie und Verfall unfähig ist.“
Die andere ist auf Seite 275: „Um die Wirklichkeit und Ordnung des Seins in ihrer Wissenschaft zu erfassen, musst du damit anfangen, Gott als das göttliche Prinzip von allem anzusehen, was wirklich besteht. Geist, Leben, Wahrheit, Liebe vereinigen sich zu Einem – sie sind die biblischen Namen für Gott. Alle Substanz, Intelligenz, Weisheit, alles Sein, alle Unsterblichkeit, Ursache und Wirkung gehören Gott an.“
Diese beiden Stellen halfen mir zu verstehen, dass ich nicht verletzt sein konnte, da es außer Gott keine Ursache gibt, dass nichts außer Gott mich berühren kann und dass Gott jede richtige Aktivität von mir regiert.
Die Bitte (Psalm 31:3): „Sei mir ein starker Fels“ half mir zu wissen, dass Gott mir die Kraft und den Mut gab, diese Herausforderung zu meistern. Gott ist überall, wo ich bin, und Er war in diesem Augenblick bei mir. Als ich darüber nachdachte, wann ich dem medizinischen Personal sagen sollte, dass ich lieber nach Hause gehen würde, erklärte mir eine Ärztin, dass das Team gern etwas warten und dann eine neue Computertomographie durchführen würde, um zu sehen, ob sich die Blutung stabilisiert hatte. Ich erklärte mich sofort einverstanden.
Nach der zweiten Aufnahme sagte mir ein überraschter Arzt, dass die Gehirnblutung vollständig verschwunden war. Daraufhin fragte ich ihn: „Was wäre, wenn ich Ihnen sagte, dass ich Christliche Wissenschaftlerin bin?“ Er antwortete: „Dann haben Sie die Blutung durch Ihren Willen entfernt?“ Ich antwortete freundlich: „Nein, vielmehr ich weiß, dass die Physiologie nicht das letzte Wort hat.“
Ich bedankte mich bei dem medizinischen Team für die gute Fürsorge und spazierte aus der Notaufnahme. Es gab noch Hautverfärbungen in meinem Gesicht, aber die verschwanden schnell. Mein Pferd und ich haben beide keine bleibenden Schäden bei diesem Vorfall erlitten und arbeiten weiterhin zusammen.
Ich bin so dankbar für diese Heilung und die Fähigkeit zu demonstrieren, dass die göttliche Liebe in der Tat allmächtig und immer gegenwärtig ist und allen Raum erfüllt.
Cynthia Dunne
East Meredith, New York, Vereinigte Staaten
