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Das Telegramm an unsere Führerin.

Aus der September 1903-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Während der Kommunions-Gottesdienste der Mutterkirche in Boston am 28. Juni wurde ein Telegramm zu Mrs. Eddy gesandt. An den drei Gottesdiensten beteiligten sich ungefähr zwölf- bis vierzehntausend Menschen.

Die Übersetzung dieses Telegramms lautet:

Der Rev. Mary Baker G. Eddy, Pastorin Emeritus, Concord, N. H.

Geliebte Lehrerin und Freundin!

Um die heilige Kommunion zu feiern, die von unserm Meister gestiftet und von unserer Kirche liebevoll gehalten, sind wiederum viele Tausend Christian Scientisten versammelt, um sich das heilige christliche Privilegium zu nutze zu machen. Gleich allen Generationen der Erde sind wir ein Volk, das ehemals unter der Knechtschaft fast aller Formen der Sünde und Krankheit litt. Wir wissen wohl, was die gewaltigen Qualen, die jemals das Menschengeschlecht unglücklich gemacht, bedeuten. Wir haben den Abgrund der Furcht und Verzweiflung erprobt, — den Trübsinn des hoffnungslosen Kampfes der Welt gegen Krankheit.

Viele von uns sind von den verstocktesten Formen der Sünde erlöst worden. Andere, die einst im Sterben lagen, haben ihre Gesundheit und Brauchbarkeit wieder erlangt; die Lahmen gehen, die Blinden sehen; oft ist die kalte Hand des Todes bei Seite geschoben, und sogar dem Grabe wurde die Beute, dessen es sich schon gerühmt, entrissen.

Daher kommen wir als ein eigen Volk, uns in stiller Dankbarkeit vor unserm Gott zu beugen; Ihm danken wir für die christliche Seligmachung, welche die Kranken sowohl als die Sündigen gesetzmäßig heilt.

Wir prahlen nicht, doch gewinnen wir durch Gott eine Erkenntnis und eine Macht, welche allmählich Herrschaft über Krankheit behaupten.

Als Anhänger einer Theologie, welche die Allmacht und Bereitwilligkeit Gottes offenbart, die Kranken praktisch und gesetzlich zu heilen, bitten wir um die Aufmerksamkeit der Welt nur, um von den wichtigsten Wohltaten zu zeugen, welche die Erleuchtung der Menschen seit Jahrhunderten bewegt, und um die allgemeine Annahme des Lebens zu bitten, das ohne Sünde ist, in dem keine Bestrafung nötig, und das ohne Krankheit ist.

Sie haben den geistigen Sinn der heiligen Schrift und die Aufgabe des göttlichen Christus in solchem Maße erkannt, daß Sie der Welt eine Darlegung der Christian Science (d. h. der christlichen Wissenschaft) gegeben haben, der nichts in der Litteratur und Philosophie der Zeitalter gleichkommt. Seit einer Generation haben Sie von Gott verliehenen Mut, Energie und Weisheit bewiesen zur Wiederherstellung des Heilungswerkes auf Erden, das von Jesu vor neunzehn Jahrhunderten begonnen wurde.

Sie haben eine religiöse Gemeinschaft von vielumfassendem Verhältnis gegründet, deren Existenz durch ihre Frucht unwiderstehlich gerechtfertigt ist. Als Führerin in dem Kreuzzug, dessen Zweck allgemeine moralische Reform ist, haben Sie durch unzählige Opfer gearbeitet und geliebt und gebetet und über das Böse triumphiert, damit die Herrlichkeit Gottes in der moralischen und physischen Wiedergeburt aller Menschen offenbar würde.

Wir glauben, daß keine Verheißung in der Bibel einleuchtender und häufiger wiederholt ist als die, daß der Mensch, der Gott gehorsam und von Ihm geleitet ist, durch göttliche Mittel Sünde und Krankheit überwinden kann.

Wir glauben, daß Jesu ganze Mission zur Beweisführung dieser Verheißung war. Und wir glauben, daß sie aus diesen hinreichenden Ursachen zu der Dankbarkeit und dem ehrfurchtsvollen Beifall der ganzen Menschheit berechtigt ist.

Wir sind überzeugt, daß Ihr geistliches Amt der Reform in demütigem und gläubigem Gehorsam verwaltet ist, nach dem Beispiel und Auftrag unseres Erlösers und genau im Einklang mit der göttlichen Absicht.

Wir, die wir dies nicht nur glauben, sondern selber unaussprechliche Wohltaten von Ihrer weisen Führerschaft und Beispiel genossen haben, senden Ihnen dieses Telegramm aus liebender Dankbarkeit, in der Hoffnung, es möge Ihnen erneuerte Versicherung unserer treuen Zuversicht und Achtung bringen.

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