Skip to main content Skip to search Skip to header Skip to footer

Der Harnisch Gottes

Aus der Januar 1917-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Die Sage berichtet von einem Helden, den kein feindlicher Pfeil verwunden konnte und vom dem man daher glaubte, er stehe unter dem besonderen Schutz der Götter. Aber eines Tages machte ein schlauer Feind die eine verwundbare Stelle an seinem Körper ausfindig und überwand ihn alsdann durch einen Speerwurf. Der christliche Streiter unsrer Tage kann aus dieser Sage die Lehre ziehen, daß es für ihn höchst wichtig ist, von Kopf bis zu Fuß gerüstet zu sein, damit er imstande sei, den Angriffen des Bösen unerschrocken entgegenzutreten.

Wie der feurige Ofen für die drei Ebräer, die Löwengrube für Daniel und der Riese für David keine Schrecken hatte, so kann der Christliche Wissenschafter in dem Bewußtsein, daß ihm der gleiche Schutz zuteil wird, den diese Kinder Gottes genossen, mit dem Psalmisten singen: „Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn Du bist bei mir.” Einen höheren Schutz gibt es nicht. Mit dem Bewußtsein der Allmacht des Guten angetan, können wir der Scheinwesenheit trotzen, die zwar etwas Großes sein will, von unsrer Führerin aber als „nichts, ... kein Ding, kein Gemüt, keine Macht” entlarvt wird (Wissenschaft und Gesundheit, S. 330).

Mrs. Eddy zählt im weiteren einige der vielen Formen auf, die der Irrtum annimmt, während er seinen Anspruch auf Wirklichkeit geltend macht, nämlich „Wollust, Unehrlichkeit, Selbstsucht, Neid, Heuchelei, Verleumdung, Haß.” Vor diesen Feinden will uns unsre Führerin warnen. Wir müssen die Nichtsheit solcher Irrtümer einsehen und sie durch die Dinge ersetzen, die ehrbar, gerecht, keusch und lieblich sind und wohl lauten, damit „der Friede Gottes, welcher höher ist denn alle Vernunft,” unsre Herzen und Sinne in Christo Jesu bewahren möge. Die anmaßlichen Zerstörer unsres geistigen und leiblichen Friedens und Wohlergehens bieten dem Auge oft eine sehr anziehende Gestalt und verheißen gar viel an sinnlichen Genüssen. Daher müssen sie unerbittlich entlarvt und als Werke der Finsternis erkannt werden. Alsdann erringt der Christliche Wissenschafter den Sieg mit seinen „Waffen des Lichtes.”

Der Meister stellte seinen Nachfolgern kein Freisein von Anfechtungen in Aussicht, und unsre Führerin tut es ebensowenig. Sie ruft mit folgenden Worten zu den Waffen: „Der Kampf mit sich selbst ist herrlich, ... und durch Gehorsam wird beharrliches Streben mit Erfolg gekrönt” („Miscellaneous Writings,“ S. 118). Diese Worte entsprechen den ermutigenden Worten des Meisters: „Seid getrost, Ich habe die Welt überwunden.” Er, der die Versuchungen, mit welchen die Menschheit zu kämpfen hat, gar wohl kannte, wußte auch, daß Freiheit von Sünde nur durch Gehorsam gegen den Willen des Vaters möglich ist. Feinde von innen und Feinde von außen mögen gegen uns anstürmen; aber wir brauchen ebensowenig wie der Meister allein zu kämpfen, wenn wir mit ihm sagen können: „Der Vater lässet mich nicht allein; denn Ich tue allezeit, was ihm gefällt.”

Wie wir nun gelernt haben, daß Gehorsam besser ist denn Opfer, und daß die Hauptsumme aller Lehre ist, Gott zu fürchten und Seine Gebote zu halten, so müssen wir auch erkennen, daß der „Harnisch Gottes” und „das Schwert des Geistes” mächtiger sind denn „alle Gewalt des Feindes.” Dabei heißt es aber auf der Hut sein, damit kein Teil unsrer geistigen Rüstung weggelassen oder durch den Nichtgebrauch rostig werde. Laßt uns guten Gebrauch machen von dem „Schild des Glaubens,” dem Vertrauen auf die Allmacht der Wahrheit, an welchem „alle feurigen Pfeile des Bösewichts” abprallen. Wenn wir auf diese Weise beschützt sind, werden wir dem einen Übel ein Bewußtsein entgegenstellen, das so frei ist von falschen Vorstellungen in bezug auf Gott und den Menschen, daß dieser Feind keinen Riß findet, durch den er einzudringen vermöchte, nichts, was ihm einen Halt bieten könnte.

Wir führen einen Entscheidungskampf, in welchem uns unsre Führerin den Weg zum Sieg zeigt. Eine ihrer beachtenswertesten Weisungen lautet: „Bist du mit dem Panzer der Liebe angetan, so kann menschlicher Haß dich nicht erreichen” (Wissenschaft und Gesundheit, S. 571). Wahrlich, unter dem Schutz der Liebe brauchen wir kein Unglück zu fürchten. Ob wir wach sind oder schlafen, wir können ihren Schutz beanspruchen, wofern wir dem göttlichen Gesetz gehorsam sind.

Wenn Sie mehr Inhalte wie diese erforschen möchten, können Sie sich für wöchentliche Herold-Nachrichten anmelden. Sie erhalten Artikel, Audioaufnahmen und Ankündigungen direkt per WhatsApp oder E-Mail. 

Anmelden

Mehr aus dieser Ausgabe / Januar 1917

  

Die Mission des Herolds

„... die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden ...“

                                                                                                                            Mary Baker Eddy

Nähere Informationen über den Herold und seine Mission.