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Der Wein im Kelch

Aus der September 1926-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft


Ist es denn so schwer zu verstehen, daß, „welchen der Herr liebhat, den züchtigt er”? Sicherlich dürfen wir in G ottes Liebe, selbst wenn uns eine Erfahrung als Züchtigung erscheint, einen Segen, der uns Freude bringt, suchen und finden. Sind wir als Christliche Wissenschafter, wenn wir die an uns herantretenden Fragen zu lösen suchen, immer eingedenk, daß der Irrtum zu überwinden ist, oder werden wir durch ihn so getäuscht, daß wir nur die Prüfung sehen und sogar ärgerlich werden oder grollen, daß sie überhaupt an uns herantrat, und vergessen, daß jedes Kreuz seine Freudenkrone hat? Nachdem einst eine Schülerin der Christlichen Wissenschaft viel Zeit damit zugebracht hatte, daß sie eine Frage, die sie anscheinend fortwährend beschäftigte, zu lösen suchte, entdeckte sie, während sie dem Irrtum entgegentrat, daß sie ihn für eine Last hielt.

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Die Mission des Herold

Der Herold ermutigt jeden von uns, das geistig Gute zu entdecken — den geistigen Sinn zu betätigen. Wir sehen damit klarer die geistigen Tatsachen unserer Beziehung zu Gott und entdecken gleichermaßen auch Gelegenheiten, sie der Welt zu verkünden und anzuwenden: mit anderen Worten, die Aufgabe des Herolds zu erfüllen.

Michael Pabst, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Februar 1997 

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