Als ich vor 10 Jahren von Holland nach Holländisch Ostindien ausreiste, wohnte ich dort bei meiner ältesten Schwester, durch die ich zum erstenmal von der Christlichen Wissenschaft hörte. Sie riet mir, mit ihr zu einer Zeugnisversammlung zu gehen und erzählte einige auffallende Beispiele von Heilungen, die so unglaublich schienen, daß ich mich darüber lustig machte.
Etwa 8 Monate später wurde ich von Weltevreden nach Soerabaia versetzt, wo mich ein sehr schlimmes Nierenleiden befiel und ich im Krankenhause operiert werden mußte. Vier Ärzte waren bei der Operation zugegen. Daß man auf meinen Tod gefaßt war, ging aus einem Telegramm an meine Schwester hervor, daß die Operation stattfinden würde, daß mich aber vier Ärzte bereits aufgegeben hätten.
Sie bat eine christlich-wissenschaftliche Ausüberin um Hilfe für mich, und es wurde mir, wie ich später erfuhr, Fernbehandlung erteilt. Ich kann mich gut entsinnen, daß zwei von den Ärzten sich über die äußerst erfolgreiche Operation und die sehr schnelle Genesung äußerten. Obgleich ich aus dem Krankenhause entlassen war, hatte ich noch eine offene Wunde von der Operation, und als ich einige Monate später wieder nach Weltevreden versetzt wurde, lag ich auf dem Schiff mit hohem Fieber darnieder.