Für die Offenbarung der Wahrheit und die geistige Freude, die meine erste Heilung in der Christlichen Wissenschaft mit sich brachte, werde ich unaufhörlich dankbar sein. Nachdem zwei Ärzte mir erklärt hatten, daß ich ohne Operation nicht wiederhergestellt werden könne, gab ich zögernd meine Zustimmung, und es wurde verabredet, daß ich am nächsten Morgen um 9 Uhr im Krankenhaus sein solle.
Auf meinem Heimwege an jenem Tage kam ich an einer christlich-wissenschaftlichen Kirche vorbei, deren Inschrift meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Zu Hause angelangt, rief ich das Lesezimmer an und erhielt die Namen verschiedener Ausüber. Ich traf meine Wahl, bat um eine Unterredung und suchte an jenem Abend die Ausüberin in ihrer Wohnung auf. Worte können nie die Freude und die Erleuchtung beschreiben, die mir ihr Lesen aus der Bibel und aus „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift” von Mary Baker Eddy und meine erste Behandlung bereitete. Ich war mit der Straßenbahn zu der Ausüberin gefahren, da ich die Strecke nicht gehen konnte; aber nachher ging ich fast einen Kilometer bequem und freudig zu Fuß. Ich läutete sofort den Arzt an und machte die Vereinbarung mit dem Krankenhause rückgängig. Nach einigen Tagen kaufte ich Wissenschaft und Gesundheit, und besuche seither regelmäßig die Gottesdienste.
Mein erster Besuch bei einer Ausüberin fand am 4. November 1926 statt. Vor dieser Zeit hatte ich nur einige Stunden nachmittags in einem Büro arbeiten können. Nach kaum 14 Tagen fand ich eine neue Stellung, in der ich lang und angestrengt arbeiten mußte; aber ich tat es freudig, und es waren glückliche Tage.
Im Januar 1927 wurde ich in eine andere Stadt versetzt, wo ich niemand kannte. Da die Bibel und Wissenschaft und Gesundheit meine ständigen Gefährten waren und ich unsere gesegneten Kirchengottesdienste und unser Lesezimmer und Vorträge besuchen konnte, empfand ich keinerlei Trennung und fühlte mich nicht einsam.
Zwei Jahre nach meiner ersten Heilung befiel mich eine Krankheit, deren Namen ich nie erfuhr. Ich konnte die Beine nicht bewegen und hatte entsetzliche Schmerzen. Als ich nach 14 Tagen noch nicht gehen konnte, bat ich um Hilfe, daraufhin wurde der Zustand in 14 Tagen geheilt. Seitdem sind mehrere unbedeutendere Leiden unter christlich-wissenschaftlicher Behandlung schnell gewichen.
Ich bin dankbar, daß ich Mitglied Der Mutterkirche und einer Zweigkirche bin und Klassenunterricht hatte. Ich bin Gott und unserer lieben Führerin Mrs. Eddy sowie den Ausübern und anderen Freunden dankbar, die mir liebevoll auf dem Wege geholfen haben. Sehr dankbar bin ich auch für die mir in einer Zweigkirche gebotene Gelegenheit zur Mitarbeit bei der Schriftenverteilung und-verbreitung. Es ist mein ernstes Verlangen, mein einziges Streben, mehr von der Wahrheit verstehen zu lernen, die die Menschen in der Tat frei macht.
Albany, Neuyork, V.S.A.
