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„Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon”

Aus der Juni 1939-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Christus Jesus machte seine Nachfolger aller Zeiten auf folgendes aufmerksam (Matth. 6, 24): „Niemand kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon”. Der Meister wies aus die Notwendigkeit hin, Gott von ganzem Herzen zu dienen. Sein tiefes Verständnis geistiger Wahrheit und die Tatsache, daß er sein Denken dem Tun des Willens des Vaters weihte, befähigten ihn, die Gedanken der Sterblichen zu lesen, wie man ein offenes Buch lesen kann, und er sah darin allerlei Schwächen, z. B. Wankelmütigkeit. Und da er die Wertlosigkeit der Wankelmütigkeit kannte, schärfte er seinen Nachfolgern und anderen den rechten Sinn ihrer Verantwortung gegen den Geist, Gott, mit Worten wie den oben angeführten ein.

Wie der Meister erklärt auch die Christliche Wissenschaft beständig und nachdrücklich, daß Wankelmütigkeit töricht ist, und zwar mit Recht, weil die Sterblichen so gern auf die Vorwände des materiellen Sinnes hören und sich von ihnen überlisten lassen, wodurch sie ihre geistige Freiheit verlieren und Sklaven des Irrtums werden. Obwohl den Anhängern der Christlichen Wissenschaft klar gezeigt worden ist, daß Gott der unendliche Geist ist, und daß es daher in Wirklichkeit keine andere Substanz oder Macht gibt, scheint der Kampf zwischen der Wahrheit und dem Irrtum, der für die Materie und gegen den Geist spricht, in ihrem Bewußtsein weiterzugehen. Allzuoft scheint der Irrtum zu siegen, und die Folge ist, daß Gott, der Geist, zeitweilig entthront zu sein scheint. Und wenn der Geist nicht als allerhaben anerkannt wird, verlieren diejenigen, in deren Denken Materialität herrscht, unvermeidlich an geistiger Kraft.

Es ist unmöglich, Gott zu dienen, während man an den Mammon glaubt, d. h. die Wahrheit zu lieben und ihr zu gehorchen, während man glaubt, daß die Materie oder das Böse wirklich sei. Der Christliche Wissenschafter weiß dies und ist daher immer bestrebt, dem Geist den ersten Platz in seinem Denken einzuräumen, d. h. er ist beständig bemüht, seine Geistigkeit zu erhöhen und so die Materialität zu vertreiben. Mrs. Eddy schreibt aus Seite 346 in „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift”: „Materielle Annahmen müssen ausgetrieben werden, um dem geistigen Verständnis Platz zu machen. Wir können nicht zu gleicher Zeit Gott und dem Mammon dienen”. Sie fügt hinzu: „Aber versuchen dies die schwachen Sterblichen nicht?”

Um uns von materiellen Annahmen zu befreien, müssen wir natürlich die geistige Wahrheit kennen und immer darüber nachdenken. Mit andern Worten, unser Bemühen, der geistigen Wahrheit treu zu bleiben, muß geheiligt sein, wenn wir die Materialität überwinden wollen. Und wenn wir an Heiligung denken, denken wir natürlich darüber nach, wie wir sie am besten entwickeln können. Wir erkennen, daß wir geistig arbeiten müssen — daß wir uns in die Bibel und in Wissenschaft und Gesundheit vertiefen müssen; daß wir selbstlos, demütig, rein sein und alle anderen Eigenschaften und Merkmale Gottes haben müssen, die für geistiges Leben wesentlich sind; daß wir des erleuchteten Gebets bedürfen.

Das Eindringen in unser Lehrbuch und in die anderen Schriften Mrs, Eddys ist für das Wachstum in der Geistigkeit sehr notwendig, und eng damit verbunden ist das Eindringen in die Bibellektionen im christlich-wissenschaftlichen Vierteljahrsheft. Dieses Forschen, fleißig betrieben, trägt viel dazu bei, in uns Liebe zu Gott und allem, was Ihn anbetrifft, zu erzeugen, und hilft uns als Ergebnis materielle Annahmen jeder Art überwinden. Wir sollten auch beständig um ein klareres Verständnis Gottes und des Menschen, unseres wahren Selbst, beten, damit wir geistig gereinigt und gehoben werden. Der sterbliche Sinn mag sich dagegen auflehnen; aber der geistige Sinn, durch den wir geistige Wahrheit erkennen, drängt uns zur Erkenntnis der Notwendigkeit des Gehorsams gegen Gott. „Das göttliche Gemüt verlangt mit Recht des Menschen ganzen Gehorsam, seine ganze Neigung und Stärke. Kein Vorbehalt wird für irgendeine geringere Pflichttreue gemacht” (Wissenschaft und Gesundheit, S. 183).

Bei der Arbeit geistigen Heilens ist ungeteilte Gottergebenheit und vollständiges Gottvertrauen unerläßlich. Manchmal fragt man sich, warum sich eine Heilung in die Länge zu ziehen scheint. Dies kann mehrere Gründe haben; aber häufig ist es die Folge der geteilten Treue des Patienten gegen die Wahrheit. Vielleicht steht der Glaube an die Materie als Heilmittel dem vollen Verlaß und Vertrauen aus die Heilkraft der Wahrheit noch im Wege. Wenn dem so ist, dann muß der falsche Glaube an die Materie überwunden werden, damit der Glaube an Gott vorherrschen kann. In „The People’s Idea of God” (S. 9) schreibt unsere Führerin: „Wir bitten, und nehmen nicht, weil wir, übel bitten‘; wir erdreisten uns sogar, die göttliche Hilfe des Geistes zur Heilung der Kranken zu erflehen, und verabreichen dann Arzneien in vollem Vertrauen auf ihre Wirksamkeit, womit wir unsern größeren Glauben an die Materie zeigen, obgleich Jesus mit Vollmacht erklärte:, Niemand kann zwei Herren dienen‘”.

Die Materialität behauptet beständig, die Sterblichen in ihrer ungeistigen Gewalt zu haben. Die Folge ist, daß sie oft von Krankheit und Sünde schwer heimgesucht werden. Nur auf eine Art kann die Materialität überwunden und die Menschheit errettet werden, nämlich aus die Art, die Christus Jesus offenbarte, und die die Christliche Wissenschaft wissenschaftlich erläutert. Gott muß als das All in allem, als der unendliche Geist, die unendliche Liebe, das unendlich Gute verstanden werden-— wie die Christliche Wissenschaft enthüllt. Mit diesem Verständnis werden Materie, Materialität, Mammon als unwirklich erkannt und verneint und verworfen.

Das Menschengeschlecht im ganzen mag einen weiten Weg zu gehen haben, ehe es die Wahrheit der Allheit Gottes anerkennt und sich Ihm von ganzem Herzen ergibt; aber es muß und wird schließlich die Wahrheit anerkennen, da der geistige Sinn dem Menschen gehört. Der endgültige Sieg über alle Materialität, über alles Böse, ist durch das geistige Verständnis gesichert, das die Christliche Wissenschaft gibt.

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