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Allgemeine Brüderschaft

Aus der Februar 1943-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Die Christliche Wissenschaft ist eine Weltreligion. Sie vereinigt ihre unter den Völkern der Welt zerstreuten Anhänger in geistiger Gemeinschaft. Sie predigt allgemeine Brüderschaft. Die Christlichen Wissenschafter müssen sorgfältig über ihr Denken wachen. Sie können sich wohl fragen: Ist unser Brüderschaftsbegriff wahrhaft allumfassend? Beten wir wahrhaft in Übereinstimmung mit Mrs. Eddys Worten (Nein und Ja, S. 39): „Wahrhaft beten heißt nicht Gott um Liebe bitten; es heißt lieben lernen und alle Menschen in eine Liebe einschließen”?

Ferner schreibt sie im Lehrbuch „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift” (S. 444): „Die Unsterblichen oder die Kinder Gottes in der göttlichen Wissenschaft sind eine harmonische Familie; aber die Sterblichen oder ‚Menschenkinder‘ im materiellen Sinne sind unharmonische und oftmals falsche Brüder”. Es ist also wichtig, die Tatsachen der göttlichen Wissenschaft, worin es keine falschen Brüder gibt, die selbstsüchtig, angreifend sind, täuschen oder getäuscht werden, in unserem Bewußtsein aufrechtzuerhalten. Gottes Reich ist allumfassend. In diesem Reiche gibt es keinen Irrtum und daher keine Ungerechtigkeit, keinen Haß, keine Unterdrückung. Es ist göttliche Tatsache, daß nur die Liebe und ihre Kundwerdung wirklich sind.

Die Christlichen Wissenschafter sollten beharrlich über die Wirklichkeiten des geistigen Weltalls nachdenken. Diejenigen, denen die Macht der göttlichen Liebe durch das Lösen persönlicher Probleme bewiesen worden ist, sollten das geistige Verständnis, das sie erlangt haben, anwenden, um eine bessere Grundlage für allgemeinen Frieden in die menschliche Erfahrung zu bringen. Wenn wir Krankheit heilen wollen, denken wir nicht an den Leib, sondern an Gott. Wir öffnen unser Bewußtsein der geistigen Wahrheit in vollem Maße. Und wenn das Denken berichtigt ist, stimmt der Körper mit dem Gesetz der Harmonie überein und bekundet Gesundheit.

Menschlichen Vermutungen über die ungesunde internationale Lage nachhängen, sich selbstgerecht davon fernhalten oder ungebührlich dabei verweilen, vollbringt nichts Aufbauendes. Das Denken muß mit der geistigen Wirklichkeit eins bleiben; unser Bewußtsein muß geistig erleuchtet bleiben. Die allumfassende Regierung der göttlichen Liebe muß nachdrücklich bejaht, beständig vergegenwärtigt werden. Die Aufrichtigkeit des Menschen in der göttlichen Wissenschaft—des wirklichen Menschen—muß klar gesehen werden, um den durch das Zeugnis der materiellen Sinne dargebotenen falschen Begriff zu überwinden.

Das menschliche Herz schreit nach geistigem Trost, nach geistigem Vertrauen, nach dem natürlichen, ungezwungenen Ausdruck brüderlicher Liebe. Neulich bemerkte ein hervorragender Staatsmann im wesentlichen, daß der Sieg im gegenwärtigen Kriege als Ergebnis von hauptsächlich geistigen Zielen gewonnen werden müsse. Diese Ansicht sollte jeden Christlichen Wissenschafter ermutigen, sein Äußerstes zu tun, einen geistigen Sieg über die Scheinmacht des Bösen gewinnen zu helfen.

In stiller Gemeinschaft mit Gott kann jeder andachtsvoll auf geistige Inspiration horchen. Er muß Haß, Furcht, Rache und Groll aus seinem Denken ausschließen. Er darf dem Bösen keine Macht oder Wirklichkeit in seinem Denken geben. Er darf sich nicht entmutigen lassen. Er muß den falschen Augenschein eines dem göttlichen Willen entgegengesetzten Willens durch den wahren Begriff von Gottes Willen ersetzen, der sich in allumfassender Harmonie ausdrückt. Er muß verstehen, daß Gottes Kinder von Gott, dem göttlichen Prinzip, regiert werden. Er muß sehen, daß es im wahren Sein keine sich bekämpfenden Rassen oder Nationalitäten gibt; daß Gottes Ideen im Geist der göttlichen Liebe vereinigt sind. Es gibt ein unumschränktes Gemüt, das alles regiert. Es gibt ein unendliches Bewußtsein, die göttliche Liebe.

Ein schließliches Friedensabkommen erwägend, bemerkte der oben erwähnte Staatsmann: „Kein Papierplan wird von Dauer sein, wenn er nicht ungehemmt dem Willen der Völker entspringt, die ihm allein Leben geben können. Es wird einem Volk auch nichts nützen, wenn es sich etwas ausdenkt, was keine Botschaft für seine Nachbarn enthält”. Hier sehen wir wieder die Notwendigkeit allumfassender Heilung. In allen Ländern muß schließlich bewiesen werden, daß „die Liebe, und nur die Liebe Herr ist”, wie es in einem Kirchenliede heißt. Da Gott allgegenwärtig, allmächtig und alltätig ist, regiert in Wirklichkeit die Liebe in der ganzen Welt.

Es ist wesentlich, diese göttlichen Wahrheiten zu erkennen. Jeder, dessen Bewußtsein von ihnen erleuchtet ist, der sie bewußt als wirklich bejaht und behauptet, hilft die Finsternis der Materialität vertreiben. Rechtes Denken gehorcht dem Gebot: „Liebet euch untereinander”. Daher können die Christlichen Wissenschafter, wo immer sie sein mögen, durch ein besseres Verständnis der göttlichen Wirklichkeit allumfassender Brüderschaft freudig für einen dauernden Frieden und für die allgemeine Erlösung arbeiten.


Christus fordert nicht, daß wir bloß um des Aufgebens willen aufgeben, sondern immer um etwas Besseres zu gewinnen.—

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