Das Verständnis, das die Christliche Wissenschaft [Christian Science] von Gott als der ewigen Ursache oder als Prinzip allen wahren Seins vermittelt, nimmt die vielleicht hartnäckigste Annahme von Begrenzung hinweg, die das sterbliche Dasein bedrängt: die Zeit. Mrs. Eddy erklärt in ihrem Buch „Wissenschaft und Gesundheit“ (S. 468): „Ewigkeit, nicht Zeit, drückt den Gedanken des Lebens aus, und Zeit ist kein Teil der Ewigkeit. Das eine hört in dem Verhältnis auf, wie das andere erkannt wird.“
Ein Blick auf die Ewigkeit, die keine Vergangenheit und keine Zukunft einschließt, sondern das ewige Jetzt umfängt, hat sich in meiner Erfahrung oft als zweckdienlich erwiesen. Wenn das sterbliche Gemüt behauptete, daß ich zu wenig oder gar keine Zeit für eine notwendige Tätigkeit hätte, habe ich mit Bedacht innegehalten, um die geistige Seite der Situation zu betrachten. Wenn ich erkannt hatte, daß die an mich gestellten Forderungen recht und gerecht waren, mußte ich mir vergegenwärtigen, daß die Forderungen nicht an einen begrenzten Sterblichen gestellt waren, der über so und so viele Minuten in so und so vielen Stunden in so und so vielen Tagen, Wochen, Monaten oder selbst Jahren verfügt.
Wenn es zum Beispiel schien, als benötigte ich mehr Zeit für Haushaltspflichten, habe ich Erleichterung von diesem Druck in der ruhigen, klaren Erkenntnis gefunden, daß das Heim tatsächlich das Bollwerk der Liebe ist und daß die Harmonie des Menschen in der Wissenschaft immerdar ununterbrochen ist. Was immer wir brauchen ist nicht „mehr Zeit“, sondern die Vergegenwärtigung einer ewigen Wahrheit.