„Das Verständnis, daß Leben Gott, Geist, ist, verlängert unsere Lebenstage, indem es unser Vertrauen auf die todlose Wirklichkeit des Lebens, auf seine Allmächtigkeit und Unsterblichkeit stärkt“ (Wissenschaft und Gesundheit von Mary Baker Eddy, S. 487). Hier verbindet unsere Führerin absolute Behauptungen, die sich auf Leben, Gott, beziehen, mit der Anwendung dieser Wahrheit auf die menschliche Daseinsauffassung. Wenn immer die absolute Wahrheit auf eine menschliche Lebenslage angewandt wird, wird eine Verbesserung bewirkt, zum Beispiel werden, wie die oben zitierte Stelle besagt, unsere Lebenstage verlängert, wenn wir ein stärkeres Vertrauen auf Leben gewinnen.
Aber was können wir von diesen zusätzlichen Jahren erwarten? Nicht Altersschwäche, Einsamkeit, Nutzlosigkeit. Wenn dem so wäre, würden diese hinzukommenden Jahre wertlos sein. Wenn sie richtig verstanden werden, nämlich als eine Zeit, die dazu da ist, eine bessere Auffassung von Leben als Gott zu demonstrieren, werden diese Jahre entweder die Möglichkeit weiterer Dienstleistung oder die Vollendung eines Vorhabens bringen, das in früheren Jahren zurückgestellt werden mußte. Solch eine Aussicht ist es wert, dafür zu planen und sich darauf zu freuen.
Unseren verlängerten Lebenstagen sollte es nicht an Begeisterung und Erwartung fehlen. Die Eigenschaften der Seele, des Geistes, werden immerdar im Menschen ausgedrückt, und es gibt keinen Punkt in unserer Erfahrung, an dem wir nicht die Möglichkeit hätten, diese Eigenschaften zu bekunden. In der Offenbarung wird berichtet (21:5): „Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu!“ Wenn wir die weiteren Jahre ausschließlich als die Schwelle zu einer bereichernden Erfahrung ansehen, muß sich uns unausbleiblich ein ganz neuer Abschnitt aktiven Wirkens auftun.