Welch ein passender Ratschlag für unser Zeitalter, obwohl Paulus ihn den Christen in Thessalonich schon vor neunzehn Jahrhunderten gab! Siehe 1. Thess. 4:11; Denn wie oft hören wir heutzutage Aussprüche wie: „Ich habe keine Zeit!“ oder: „Ich muß mich sputen, daß ich ins Büro komme, denn ich habe eine eilige Arbeit zu erledigen“, oder: „Mein Tagespensum war in der letzten Zeit so groß, daß ich keine Gelegenheit hatte, meine Lektion zu lesen!“
Es läßt sich leicht erkennen, daß wir, wenn wir so die Herrschaft über unsere Zeit und über unsere Lebens- und Arbeitsweise aufgeben, in eine unnötige Abhängigkeit von den Begrenzungen und Befürchtungen des Materiellgesinntseins geraten, das nichts weiß von der geistigen, unbegrenzten Natur des göttlichen Gemüts, Gottes, und von den unbegrenzten, weil widergespiegelten Fähigkeiten des Menschen, der der Ausdruck vom Wesen Gottes ist. Wenn wir vor diesem Feind unseres geistigen Fortschritts nicht auf der Hut sind und dem Druck des sterblichen, menschlichen Gemüts nachgeben, wird er weiter zunehmen, bis wir weder Frieden noch Stille, noch unser seelisches Gleichgewicht mehr haben. Dann werden wir nicht die Herren, sondern die Sklaven des materiellen Sinnes und seiner aggressiven Ansprüche von Hast und Verwirrung sein.
Wenn wir in einer solchen mentalen Verfassung sind, können wir schwerlich Gottes Worte hören, weil wir zu beschäftigt, zu sehr unter Druck und fortwährend in zu großer Hast sind, als daß wir innehalten und auf Seine Stimme lauschen könnten. Wir werden so um die Inspiration geistiger Erquickung kommen. Es ist vielleicht bezeichnend, daß unsere Führerin, Mrs. Eddy, das Wort „hurry“, zu deutsch „Hast“, in ihren veröffentlichten Schriften nicht verwendet.
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