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Titelartikel

Die Heilmethode des All-Gottes

Aus der März 1978-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Allheit ist zugleich einschließend und ausschließend. Die Allheit Gottes, oder des Guten — eine anerkannte Tatsache in der Christlichen Wissenschaft —, weist darauf hin, daß alles, was im Universum besteht, in Gott und Seine Idee einbegriffen ist; alles ist daher gut. Sie macht auch geltend, daß im Universum nichts besteht, was nicht von Gott ist; es gibt also nichts, was nicht gut ist.

Diese Tatsache von Gottes Allheit, die nicht nur für Christliche Wissenschafter, sondern für die ganze Welt so wichtig ist, ist mehr als eine Offenbarung des gegenwärtigen Jahrhunderts. Sie ist tatsächlich der Eckstein des religiösen Denkens, das in der Bibel entfaltet wird. Obgleich die volle Bedeutung dieser Tatsache damals noch nicht erfaßt wurde, finden wir in beiden Testamenten das Thema wiederholt und demonstriert, und zwar oft in Situationen, die, menschlich gesehen, als schrecklich betrachtet würden. Nach dem Buch des Propheten Jesaja sagt Gott: „Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und außer mir ist kein Gott“ Jes. 44:6;; und ferner: „Ich bin der Herr, und sonst keiner mehr, kein Gott ist außer mir.“ 45:5;

Jahre später bewies Christus Jesus, daß das Gebet, das sich auf diese Tatsache von Gottes Allheit und Erhabenheit stützt, beim Heilen wirksamer ist, als alles andere es jemals sein kann. Und die Christliche Wissenschaft beleuchtet Jesu Gebet und Heilungswerk in ihrer ganzen Tragweite. Der letzte Satz des Gebets des Herrn, wissenschaftlich verstanden, schließt die Möglichkeit aus, daß das Böse in irgendeiner Form auch nur als eine Suggestion bestehen könnte: „Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.“ Matth. 6:13;

Gott, das Gute, erfüllt allen Raum, ist die einzige Macht und wird als das Eine anerkannt, das unendlich liebliche, strahlende Sein. Wir sollten nie auch nur für einen Augenblick diesen Aspekt des heilenden Gebets vergessen, das uns wirksam von der Versuchung befreit, Böses irgendwelcher Art für wahr zu halten. Und wenn wir das Böse als bloße Suggestion zurückweisen und aus dem Denken entfernen, wird es wirksam aus der menschlichen Erfahrung ausgeschlossen, da die menschliche Erfahrung die Vergegenständlichung des menschlichen Denkens ist.

Gott, der unendliche Geist, ist nicht in Seiner Schöpfung, sondern wird durch sie widergespiegelt. Er ist Alles in jeder Hinsicht — alle Macht, alle Gegenwart und alles Verständnis. Er ist das einzige Gemüt, das eine ewige Leben, grenzenlose göttliche Liebe, das eine unveränderlich vollkommene, schöpferische Prinzip von allem, was geschaffen ist — All-Vater-Mutter des Universums, einschließlich des Menschen. Gottes unfehlbares Gesetz der Harmonie ist alltätig, allgerecht und durchdringt alles. Seine Schöpfung ist unendlich. Die Vertreter Seines, der Seele, strahlenden Seins bekunden sich unaufhörlich.

Es gibt keinen Ort, an den man gehen könnte, um sich Gottes allsehender, allhörender Intelligenz und allumfassender Fürsorge zu entziehen. „Wohin soll ich gehen vor deinem Geist ... ?“ sang der Psalmist. „Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.“ Ps. 139:7, 9, 10; Und warum sollte jemand vor Gott fliehen wollen, da Er doch allbarmherzig ist? Warum sollte jemand sich Gottes Einfluß zu entziehen suchen, da Er doch alliebend ist?

Mrs. Eddy schreibt in Wissenschaft und Gesundheit: „Die Tiefe, Breite, Höhe, Macht, Majestät und Herrlichkeit der unendlichen Liebe erfüllen allen Raum. Das genügt!“ Wissenschaft und Gesundheit, S. 520; In der Tat, jeder, der die Allheit Gottes, der Liebe, versteht, muß sehr gesegnet und jedes seiner Bedürfnisse gestillt sein. Er wird sich nicht nur der allharmonischen Natur des Universums bewußt sein, sondern auch die Freude, den Frieden, die Zufriedenheit und das Wohlbefinden erleben, die mit dem Himmel der Seele, mit dem geistigen Sinn, verbunden sind.

Dieses Bewußtsein der wahren Struktur und Substanz des von Gott geschaffenen Universums und Menschen ist in seiner Fähigkeit zu heilen allmächtig. Es ist Gottes ureigene Methode, die Nöte der Menschen zu stillen. Es kommt zur Menschheit durch den Christus, und seine heilende Wirkung geht über die aller anderen Mittel hinaus. „Da Gott Alles-in-allem ist, hat Er die Medizin geschaffen; aber diese Medizin war Gemüt“, schreibt Mrs. Eddy. Und sie fährt fort: „Sie hätte nicht Materie sein können, da diese von der Natur und dem Charakter des Gemüts, Gottes, abweicht. Wahrheit ist Gottes Heilmittel gegen Irrtum jeder Art, und Wahrheit zerstört nur das, was unwahr ist. Daher die Tatsache, daß Christus heute wie gestern die Übel austreibt und die Kranken heilt.“ ebd., S. 142;

Es wird beständig bewiesen, daß die Medizin, die das göttliche Gemüt ist — Gott in Seiner Allheit —, sowohl Sünde als auch Krankheit zu heilen vermag. Ja, sie kann uns auch von den Schatten und Schrecken des Todes erlösen. Diese Feinde des sterblichen Menschen können nicht einmal scheinbar Macht haben, wenn der Gedanke gehegt wird, daß Gott, das unendliche Leben und die unendliche Liebe, immer gegenwärtig und allmächtig ist. Tod und Mißklang möchten verneinen, daß Gott Alles-in-allem ist, aber sie können der Wahrheit nicht mit Erfolg Trotz bieten. Die Ewigkeit des Lebens steht fest, und wenn diese Tatsache erkannt wird, gibt es keine Macht, die mit Erfolg die Unendlichkeit des Lebens herausfordern könnte.

Wenn andere in Not sind und uns um Hilfe bitten, können wir das göttliche Heilmittel gegen Disharmonie anwenden — uns an das eine Gemüt als Medizin wenden —, um ihretwillen ebenso wie für uns selbst. Wie Christus Jesus andere durch die Macht des All-Gottes heilte, so können auch wir anderen helfen, sich von schmerzhaften und lähmenden Zuständen durch das Verständnis der Allheit Gottes, des göttlichen Lebens und der göttlichen Liebe, frei zu machen. Unharmonische Zustände sind brüchige, falsche Annahmen. Sie haben keine Beständigkeit in der Wahrheit, und sie müssen bereitwillig dem Verständnis der massiven, ewigen Tatsachen des allharmonischen Seins in der Christlichen Wissenschaft weichen. Niemand ist davon ausgeschlossen, die Macht des Christus, zu heilen, anzuwenden. Die grundlegende Vorbedingung dazu ist die Bereitwilligkeit, mit ganzem Herzen „das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit“ Gott zuzuschreiben. Wenn wir das tun, gewinnen wir den reichen Lohn der Befriedigung und des Friedens für uns selbst wie auch Gesundheit und Trost für andere. Mrs. Eddy sagt: „Glücklich sind die Menschen, deren Gott Alles-in-allem ist, die nur nach ihren Werken gerichtet werden wollen, die leben, um zu lieben.“ Die Erste Kirche Christi, Wissenschafter, und Verschiedenes, S. 127.

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