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Der göttlichen Obrigkeit untertan

Aus der März 1987-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Als ein römischer Hauptmann die Ältesten der Juden mit der Bitte zu Christus Jesus schickte, seinen Knecht, den er sehr schätzte, zu heilen, erkannte er eine grundlegende Tatsache über das Verhältnis von Macht und Individuum. In seiner zweiten Botschaft an den Meister sagte er: „Denn auch ich bin ein Mensch, der Obrigkeit Untertan.“  Lk 7:8. Untertan! Der Hauptmann muß erkannt haben, daß seine Autorität über seine Soldaten weit mehr repräsentierte als seine persönliche Macht. Da er dem Römischen Reich diente, stand die Macht des Römischen Reiches hinter seinem Wort. Wenn er Befehle erteilte, gehorchten die Soldaten, nicht nur weil er als einzelner Offizier absoluten Gehorsam verlangte, sondern auch weil seine Autorität für jeden rechtmäßigen Befehl vom Kaiser ausging. Der Hauptmann verstand, daß Jesus eine ähnliche Beziehung zur göttlichen Macht hatte. Und da er den göttlichen Ursprung der Macht des Meisters erkannte, erwartete er Ergebnisse. Jesu Wort genügte ihm; er akzeptierte die Heilung.

Durch seine Lehren gab Jesus seinen Jüngern Autorität (Macht) zu heilen. Und er verhieß, daß diese Autorität in allen wirkt, die seine Lehren annehmen, verstehen und betätigen. Alle, die dem Christus gehorchen und sich unter Gottes Autorität stellen — im Gehorsam zu Seinem Gesetz —, sind „der Obrigkeit untertan“. Immer wenn jemand im Namen (im Wesen) des Christus spricht, stützt die Macht Gottes diese Autorität. Es spielt keine Rolle, wer wir sind — ob wir reich oder arm sind, gebildet oder ungebildet, jung oder alt, menschlich intelligent oder unintelligent —, wenn wir die Wahrheit erkennen und die Wahrheit reden, unterstehen wir der Autorität der Wahrheit, und die Wahrheit verschafft sich Geltung.

In Wissenschaft und Gesundheit schreibt Mrs. Eddy: „Es ist möglich, ja, es ist die Pflicht und das Vorrecht eines jeden Kindes, eines jeden Mannes und einer jeden Frau, dem Beispiel des Meisters durch die Demonstration der Wahrheit und des Lebens, der Gesundheit und der Heiligkeit in einem gewissen Grade zu folgen.“  Wissenschaft und Gesundheit, S. 37. Wenn jemand die Allheit der göttlichen Liebe erkennt, ist er der Obrigkeit der Liebe untertan. Wenn sich in seinen Worten und Taten Liebe widerspiegelt, wird Liebe seine Erfahrung bestimmen. Die Versuchung, sich Gefühlen von Haß oder Apathie hinzugeben, wird nachlassen; Groll und Gleichgültigkeit werden schneller als unrechtmäßig erkannt werden.

Ist das Denken eines Ausübers der Christlichen Wissenschaft mit der Wahrheit aus der Bibel und Wissenschaft und Gesundheit erfüllt, dann ist er oder sie „der Obrigkeit untertan“ und kann die Kranken heilen. Der Ausüber muß den Patienten nicht zu Gottes Bild und Gleichnis machen. Das hat Gott schon getan. Aber der Ausüber kann mit Zuversicht sprechen, im Vertrauen darauf, daß das Prinzip sich Geltung verschafft.

Ferner ist diese Autorität nicht auf Ausüber begrenzt, die im Christian Science Journal und Herold eingetragen sind. Obwohl sie jede andere Berufstätigkeit völlig aufgegeben haben, um ihre ganze Zeit der öffentlichen Ausübung der Christlichen Wissenschaft zu widmen, entbindet ihre Hingabe in keiner Weise andere Christliche Wissenschafter von Mrs. Eddys ausdrücklicher Forderung, „Gesundheit und Heiligkeit“ zu demonstrieren.

Ich kann mich an mehrere Fälle erinnern, in denen meine Frau und ich in unserer Familie mit Krankheit konfrontiert wurden. Unerschrocken wandten wir uns sofort an Gott in dem Wissen, daß wir die Autorität der göttlichen Wahrheit in dem Maße ausüben können, wie wir die Wahrheit anerkennen und leben. Auf diese Weise wurden unsere Kinder schnell von Ohrenschmerzen, Erkältungen, Fieber und einer Fußverletzung geheilt, die durch einen Nagel verursacht worden war.

Eine ähnliche Erfahrung hatten wir in unserer Zweigkirche Christi, Wissenschafter. Als es einmal in unserer Stadt keinen im Journal eingetragenen Ausüber gab, erkannten die Mitglieder ihre Autorität zu heilen und ihre Pflicht, für diejenigen zu beten, die in Not waren, und jedes Mitglied nahm sich der Hilferufe an, die kamen. Das Ergebnis: Heilungen, geistiges Wachstum für die, die halfen, und großer Fortschritt für die Kirche. Zwei Mitglieder wurden später dazu geführt, sich ausschließlich der Ausübung der Christlichen Wissenschaft zu widmen, und sind nun im Journal eingetragen. Unmittelbar an die Segnungen durch Christus Jesus anknüpfend, legt also jeder, der das Joch Christi auf sich nimmt, aktiv Zeugnis ab für die göttliche Autorität.

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