Es war Nacht. In der engen Berghütte schliefen alle. Da die Hüttentür noch verschlossen war, musste ich durch das Fenster hinaus in die kalte Dunkelheit klettern. Schwer atmend stieg ich den steilen Pfad aufwärts. Als ich oben am Joch angelangt war, umfing mich noch immer finstere Nacht. Ich stapfte über den Ferner immer einer Spur folgend. Und nach einer schwierigen Felskletterei kam ich schließlich am Gipfel in ca. 2600 m Höhe an.
In diesem Moment ging gerade die Sonne rotleuchtend am Horizont auf. Hunderte von Berggipfeln — golden in der Sonne glänzend — grüßten mich, den einsamen Bergsteiger.
Da stand ich nun in der Stille, allein mit Gott, fern aller Zivilisation.