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Was ist Gebet?

Aus der März 2007-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Viele Jahre in meinem Leben konnte ich nicht verstehen, was Gebet bedeutet und wie man betet. Einerseits hatte ich das Gefühl, daß wohl jeder Mensch irgendwann einmal in seinem Leben gebetet hat – wissentlich oder unbewusst – aber ich wusste nicht, wie das abläuft und was man dabei tun muss. Für mich konnte Gebet nicht nur das Wiederholen einiger Sätze ohne Verstand sein und auch nicht die Erfüllung rein persönlicher Wünsche. Auch war es für mich einleuchtend, daß man Gebet nicht nur auf sich selbst beziehen kann, sondern daß es etwas Weiträumiges, Universelles sein muss. Dazu müsste Gebet auch ein täglicher Begleiter sein und nicht nur ein Anrufen in der Not. Aber wie wird Gebet für mich greifbar, wie wird es nutzbar?

Wenn ich mich irgendwelchen Problemen gegenüber sah, sagten liebe Menschen zu mir: Du musst darüber beten! – Ja, gerne doch! Aber wie denn?

Als ich jung war hatte ich einige Psalmen auswendig gelernt wie auch die Reihenfolge der Bücher, um sie in der Bibel schneller zu finden. Aber wie man richtig betet, lernte ich nicht. Es fehlte mir, die wahre Beziehung zwischen Gott und dem Menschen zu erkennen, die sich ja irgendwie durch die ganze Bibel zieht. Die Propheten im Alten Testament hatten eine enge Beziehung zu Gott und ganz besonders natürlich auch Jesus als Sohn Gottes. Jesus lehrte seine Jünger zu beten–und wer lehrt mich?

Als ich dann kurze Zeit die Sonntagsschule der Christlichen Wissenschaft besuchen konnte, öffnete sich mir eine Tür. Das Lehrbuch Wissenschaft und Gesundheit wurde für mich wahrlich ein „Schlüssel“ zum Verständnis der Bibel, wodurch ich Zugang zur Bibel fand. Anfangs bestand Gebet für mich nur aus Hoffnung, dann verstärkte sich der Gedanke zum Glauben und schließlich weiter zum Verständnis. Nun ist Gebet für mich etwas ganz Reales und Anwendbares geworden und die wohltuenden Wirkungen konnte ich in unzähligen Lösungen und Heilungen erfahren, und ich bin in vielen Situationen sehr beschützt gewesen.

Inzwischen weiß ich, daß Gebet etwa ganz Natürliches, Elementares ist. Gebet ist das Anerkennen der Gegenwart und Fürsorge Gottes, unbegrenzt und immer gegenwärtig. Gebet ist eine Lebensform, die Gott an die erste Stell des Denkens und Handelns setzt. Diese Einstellung hat mich über viele Jahre begleitet, durch alles, was täglich geschieht–in der Familie, mit den Kindern, im Beruf, zur Versorgung, bei Reisen in ferne Länder und und und. Manchmal bete ich ganz zielgerichtet für etwas — auch wenn es mich persönlich gar nicht betrifft — um einen Zustand klären zu helfen. Ein andermal ist Gebet mir ein Erlebnis von innerer Freude und Geborgenheit, das ich ganz stark empfinde und jedem in der ganzen Welt wünsche. Ohne die Gebete von Millionen von Menschen könnte wohl die Welt und das Zusammenleben der Menschen nicht funktionieren.

Das erwähnte Lehrbuch von Mary Baker Eddy beginnt mit dem Kapitel „Gebet“, das nur 17 Seiten umfasst. Trotzdem schließt es den Kern der Bibel ein. Erst kürzlich habe ich dieses Kapitel „Gebet“ wieder einmal intensiv durchgelesen und mir herausgeschrieben, wie viele Synonyme für Gebet ich darin fand. Ich habe 36 gefunden. Vielleicht finden Sie selbst beim Durchlesen noch mehr und erschließen sich die Vielfalt von Gebet.

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