Ich stehe kurz vor dem Abschluss meines Studiums, aber die Erfahrung in diesem Zeugnis liegt sieben Jahre zurück, als ich noch die Sonntagsschule der Christlichen Wissenschaft besuchte.
Eines Sonntags war das Thema der wöchentlichen Bibellektion im Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft „Gott der Erhalter des Menschen“. Unser Sonntagsschullehrer verwendete eine Metapher, um uns das Thema nahezubringen. Er erklärte, dass der Inhalt einer Konservendose vor allem geschützt ist, was ihm schaden könnte. In ähnlicher Weise sind wir als das Bild und Gleichnis Gottes, des Geistes, vor allem Bösen geschützt, denn wir leben in der Unendlichkeit des Geistes, wo nichts Böses ist oder eindringen kann.
Nach der Sonntagsschule musste ich ein paar Lebensmittel einkaufen. Die Hitze auf dem Markt war überwältigend. Mir wurde schwindlig und ich fiel in Ohnmacht. Als ich zu mir kam, lag ich auf dem Boden. Der Gedanke an das, was mein Sonntagsschullehrer uns am Morgen erklärt hatte, half mir, wieder auf die Beine zu kommen. Die Bibel erklärt ganz klar: „Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau“ (1. Mose 1:27). Ich bekräftigte diese Wahrheit still für mich und begriff meine wahre Identität und meine vollkommene Beziehung zu Gott.
Nur eine Minute später stand ich wieder aufrecht. Die Marktfrau, die vor mir stand, war überrascht, wie schnell ich wieder auf den Beinen war. Ich bat um einen Stuhl, setzte mich hin und rief meinen Vater an, der mir versicherte, dass ich vollkommen sicher und unter Gottes Schutz war. Gemeinsam bekräftigten wir meine wahre Identität als Kind Gottes. Ich musste an Mary Baker Eddys Definition von Mensch in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift denken, die sich auf diese wahre Identität bezieht. Sie lautet: „Mensch. Die zusammengesetzte Idee des unendlichen Geistes; das geistige Bild und Gleichnis Gottes; die vollständige Darstellung des Gemüts“ (S. 591).
Während ich da auf dem Markt saß, fing ich an darauf zu bestehen, dass ich die vollständige Darstellung Gottes bin und dass sich daran nichts ändern kann. Ich war völlig intakt. Nichts in Gottes völlig guter Schöpfung konnte mir schaden oder mich in Gefahr bringen.
Als ich aufstand, weil mein Bus kam, fragten sich die Leute, ob ich es allein nach Hause schaffen würde. Ich antwortete zuversichtlich, dass ich das könne, und so war es auch. Ich ging meinen üblichen Aktivitäten nach in der Gewissheit, dass meine Identität als Gottes Ebenbild immer heil und sicher ist. Das Problem ist nie wieder aufgetreten.
Ich bin so dankbar für all die Jahre in der Sonntagsschule, denn sie haben mir viel gebracht. Durch die Wahrheiten, die in der Christlichen Wissenschaft gelehrt werden − und die ich jeden Tag anwende –, habe ich reichen Segen. Es macht mich so froh, Sonntagsschülerin gewesen zu sein und eine Kirche Christi, Wissenschaftler, zu besuchen.
Übersetzt aus dem Héraut de la Science Chrétienne, Ausgabe Juni 2017
Dieser Artikel erschien ursprünglich am 13. Juni 2017 im Internet.
