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Wie die in der Bibel erwähnte Frau (Mark. 5),...

Aus der Mai 1953-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Wie die in der Bibel erwähnte Frau (Mark. 5), so hatte auch ich mehrere Jahre lang viele Ärzte, und doch wurde meine Gesundheit nicht wiederhergestellt, „sondern vielmehr ward es ärger“. Vor über 36 Jahren unterzog ich mich in Salt Lake City, Utah, einer schweren Operation, wonach ich in einem solch geschwächten und nervösen Zustand war, daß ich nach Kalifornien reiste, um mich zu erholen. Danach sollte ich für eine zweite Operation wieder ins Krankenhaus in Salt Lake City gehen. Aber ich bin nicht ein zweites Mal in dieses Krankenhaus gekommen, denn durch einen Bekannten lernte ich die Christliche Wissenschaft kennen, kaufte das Lehrbuch „Wissenschaft und Gesundheit“ von Mrs. Eddy und begann das Studium.

Anfänglich schien mein Fortschritt langsam, aber allmählich, als ich weiter studierte und die in unserm Lehrbuch enthaltenen Wahrheiten in mich aufnahm, merkte ich, daß in meinem Denken eine Veränderung vorging, und daß die heilende Kraft des Christus, der Wahrheit, sich an meinem Körper auszudrücken begann. Diese körperliche Veränderung war so offensichtlich, daß mein besseres Aussehen andern auffiel und sie mich nach dem Grund dafür fragten.

Die seitdem vergangenen Jahre sind fruchtbar gewesen. Wir haben viele Heilungen in unsrer Familie gehabt. Im Jahr 1918 wurde unser Junge plötzlich von Influenza, Rückgrat- und Hirnhautentzündung befallen. Ich war damals gerade nicht zu Hause und brauchte einige Stunden für den Heimweg; inzwischen hatte mein Mann die besten Ärzte, die erreichbar waren, herbeigerufen.

Zwei Wochen lang versuchten diese Ärzte alles nur Erdenkliche für unsern Sohn. Schließlich wurde noch ein Spezialist zugezogen. Nach einer umfassenden und gründlichen Untersuchung sagte er, hier gebe es nur noch eine Rettung, nämlich Serumeinspritzungen ins Rückgrat. Diese Behandlung hatte aber innerhalb zwei Wochen in acht Fällen zum Tode geführt, und so konnten wir uns nicht dazu entschließen. Daraufhin erklärten die Ärzte den Jungen für unheilbar und gaben den Fall auf. Von Sonntag Morgen bis Mittwoch Abend lag er in einem Zustand tiefer Bewußtlosigkeit.

In dieser Stunde der Verzweiflung erklärte sich mein Mann endlich bereit, eine Ausüberin der Christlichen Wissenschaft zu rufen. Diese liebevolle Wissenschafterin saß die ganze Nacht am Bett unsres Kindes. Gegen fünf Uhr morgens atmete der Junge wieder normal; trotzdem war er noch immer unfähig, sich zu bewegen oder zu sprechen.

Jedes sterbliche Gesetz, dem ein solcher Fall angeblich untersteht, war für ihn festgelegt worden; aber nach drei Monaten, in denen die Ausüberin ihre treue, hingebungsvolle Arbeit fortsetzte, war er vollständig geheilt. Ein Jahr später, als er auf dem Gymnasium war, mußte er sich einer militärisch-ärztlichen Untersuchung unterziehen und wurde als vollkommen gesund erklärt; nicht eine Spur von dem damaligen Irrtum war noch zu finden, und die Heilung hat sich seitdem als dauernd erwiesen.

Ich möchte hier auch noch meiner Dankbarkeit Ausdruck geben für eine Heilung, die ich vor einigen Jahren erlebte, während ich Zweite Leserin einer Zweigkirche Christi, Wissenschafter, war. Meine Füße und Beine waren entzündet und sehr angeschwollen. Ich hatte so starke Schmerzen, daß ich kaum Schuhe anziehen und auf meinen Füßen stehen konnte; aber ich wußte, da Gott, das göttliche Prinzip, mich zur Verkündigung Seines Wortes an den Leserpult gestellt hatte, würde Er mich unfehlbar stützen und mir beistehen.

Eine Ausüberin der Christlichen Wissenschaft nahm die Heilarbeit für mich auf, aber etwa drei Wochen lang wurde mein Zustand nur schlimmer. Unter der Woche hatte ich gewöhnlich etwas Erleichterung, doch wenn der Sonntag nahte, wurden die Schmerzen fast unerträglich. In diesem Zustand hatte ich meinen Wagen nicht mehr fahren können; trotzdem wünschte meine Ausüberin eines Tages, da sie mir anstatt der Fernbehandlung eine Behandlung in meinem Beisein geben wollte, daß ich zu ihr ins Sprechzimmer komme, was eine Fahrt von ungefähr einer halben Stunde war. Ich gehorchte, obgleich die Schmerzen beim Fahren so stark schienen, daß ich meinen Weg nur fortsetzen konnte, indem ich fortwährend Gottes Gegenwart und Gottes Macht erklärte. Ich erreichte das Sprechzimmer der Ausüberin, hatte eine sehr hilfreiche Unterredung mit ihr und fuhr, um vieles gebessert, wieder heim.

Dies war an einem Donnerstag. Bis zum Sonnabend hatte sich der Zustand außerordentlich verschlimmert. Ich wußte, am Sonntag Morgen mußte ich auf meinem Platz am Pult sein. Die Ausüberin arbeitete für mich die ganze Nacht von Sonnabend zu Sonntag, aber die Schmerzen und die Schwellung meiner Füße und Beine nahmen noch zu. Um sieben Uhr am Sonntag Morgen, als es mir klar war, daß ich um elf Uhr auf meinen Füßen am Pult zu stehen hatte, betete ich mit Inbrunst: „Lieber Gott, ich will an meinem Platz sein, und wenn ich ohne Schuhe gehen muß, denn ich weiß ‚der Ort‘, darauf ich stehe, ‚ist ein heilig Land!‘ “. Von diesem Augenblick an ließen die Schmerzen nach.

Am Sonntag Morgen stand ich am Pult ohne das geringste Gefühl von Schmerz oder Unbehagen; ich hatte die Schuhe an, die ich immer trug. Sicher hat in der Gemeinde niemand gemerkt, daß hier je ein unharmonischer Zustand gewesen war, denn ich las die Lektion in völligem Wohlbefinden. Auch im Sonntagabend-Gottesdienst las ich und erlebte dabei eine vollkommene und bleibende Heilung. Es haben sich nie mehr die geringsten Anzeichen dieses Irrtums gezeigt.

Ich bin sehr dankbar für den Klassenunterricht und für Mitgliedschaft in Der Mutterkirche und in einer Zweigkirche. Seit vielen Jahren ist die Christliche Wissenschaft meine einzige Hilfe, und sie hat mir immer jede Notdurft gestillt. Ich bin unsrer geliebten Führerin, Mrs. Eddy, wahrhaft dankbar dafür, daß sie der Welt diese heilende Wahrheit gegeben hat, um die Menschheit zu segnen und sie zu hielen.—

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