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Nur eine wirkliche Gegenwart — die Liebe

Aus der Juli 1936-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Wann fragt der friedliebende Gedanke, werden die Menschen ihr materielles Ringen aufgeben? Wann werden sie ihren Eigendünkel mit seinem Eigennutz, seiner Eifersucht, seinem Neid und seiner Habgier opfern? Wann werden sie ihr Gelüste nach Stellung und Macht und das daraus hervorgehende Kriegführen aufgeben? Erst wenn sie selber die große Wahrheit, die die Christliche Wissenschaft offenbart, entdecken und sie zu beweisen beginnen, nämlich daß es nur eine wirkliche Macht und Gegenwart in der Welt gibt — die Liebe. Es wäre gut, wenn die Menschen über diese Fragen und ihre Antwort nachdächten. Allzu oft halten sie es für selbstverständlich, daß die mit dem sterblichen Dasein verbundenen Übel unvermeidlich seien, und bemühen sich daher gar nicht um ein Heilmittel. Aber es gibt ein Heilmittel, und die Christliche Wissenschaft verkündigt es.

Durch beharrliches Erklären, daß Gott, die Liebe, unendlich — das All — ist, tut die Christliche Wissenschaft etwas Wunderbares, dessen Bedeutung sich dem Bewußtsein der Menschheit langsam aber sicher einprägt. Welch herrlicher Gedanke, daß die Liebe und nur die Liebe wirklich ist; daß die Liebe allen Raum ausfüllt —überall ist; daß es in Wirklichkeit in der ganzen Welt keine andere Gegenwart oder Macht als die Liebe gibt! die wir früher wohl etwas ganz anderes geglaubt haben, neigen bei dem Gedanken an die Herrlichkeit der Gegenwart der Liebe das Haupt in tiefster Ehrfurcht und Demut. Und dennoch wie schwach wir den Wert dieser Wahrheit für die Menschheit zu begreifen scheinen! Aber wieviel Freude es bedeutet, sie auch nur in begrenztem Maße zu erfassen! Nur eine wirkliche Macht — die Liebe!

Was schließt nun die Erklärung, daß Gott die unendliche Liebe ist, in sich? Daß nichts Gegenteiliges der Liebe wirkliches Dasein hat, mit andern Worten, daß Eifersucht, Neid, Habgier, Selbstsucht — Böses in jeder Form — keine Wirklichkeit hat. Das hat Mrs. Eddy entdeckt; und es ist keine Vermessenheit, zu sagen, daß es eine der größten Entdeckungen ist, die je gemacht wurden. Man bedenke, welcher Mut dazu gehörte, sie der Welt bekannt zu geben; welcher Mut dazu gehörte, sie so lang beharrlich zu erklären, bis sie schließlich von wenigen und später von einer stets wachsenden Zahl Sucher nach der Wahrheit angenommen wurde! Gott ist die unendliche Liebe; das Böse ist unwirklich. Die Wahrheit wird im menschlichen Bewußtsein aufgerichtet; und es kommt der Tag, wo die ganze Welt sie anerkennen wird.

Das Verständnis der Allheit der Liebe hat eine sehr große Wirkung. Erwägen wir, wie dieses Verständnis auf diejenigen wirkt, die böse gesinnt sind! Sooft sie sich vergegenwärtigen, daß nur die Liebe Gegenwart und Macht hat, und daß das Böse keine Wirklichkeit hat, müssen sie die Zwecklosigkeit bösen Denkens und Handelns zugeben. Ihr nächster Schritt ist, aufzuhören, Böses zu denken und Böses zu tun; zu beweisen, daß nur die Liebe wirklich ist, indem sie in ihrem Leben beständig Liebe zum Ausdruck bringen. Sie werden reichlich Gelegenheit dazu finden. Und jeder Schüler der Christlichen Wissenschaft, der ehrlich bestrebt ist, sein Verständnis in die Tat umzusetzen, weiß, wie unermeßlich mächtig die widergespiegelte Liebe im Vernichten der Ansprüche des Bösen ist.

Groß ist die Wirkung des Verständnisses der Allheit der Liebe in Bezug auf unsere Gesundheit. Ist Furcht nicht einer der Hauptfeinde der Menschheit? Verursacht und verlängert Furcht nicht Krankheit? Wäre also die Furcht zerstört, so wäre die Neigung zu Krankheit erheblich vermindert. Und das geschieht, wenn verstanden wird, daß die Liebe die einzig wirkliche Gegenwart und Macht ist. Die Erkenntnis der Allheit der Liebe treibt die Furcht aus; und in dem Maße, wie Furcht vernichtet wird, ist Gesundheit gesichert.

Auch in menschlichen Beziehungen hat das Verständnis der Allheit der Liebe eine große Wirkung. Mrs. Eddy schreibt auf Seite 567 in „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift”: „Für den Gabriel Seiner Gegenwart gibt es keinen Streit. Für die unendliche, immergegenwärtige Liebe ist alles Liebe, und es gibt keinen Irrtum, keine Sünde, keine Krankheit und keinen Tod”. Keinen Streit, kein Sträuben, kein Kämpfen, wenn die Allheit der Liebe erkannt wird! Und was für ein Rückhalt das Wissen ist, daß die Liebe allein wirkliche Gegenwart und Macht hat, wenn es nötig wird, die Wahrheit hinsichtlich des Irrtums unter den Menschen zu erklären! Böse Annahmen können vor dem Bewußtsein der Allheit der Liebe einfach nicht bestehen.

Was für ein läuternder Einfluß ferner das Verständnis ist, daß die göttliche Liebe die einzig wirkliche Macht ist! Wie verabscheuenswürdig die Sünde in allen ihren unzähligen Erscheinungsformen wird, wenn diese Wahrheit erkannt wird! Und wenn in dem reinen Bewußtsein der Allheit der Liebe das Böse als nichts gesehen wird, verschwindet die Sünde. Dies veranschaulicht die Macht der Christus- idee, von allem Übel zu reinigen.

Paulus erklärte den Athernern, als er „mitten auf dem Gerichtsplatz stand”: „In ihm leben, weben und sind wir”. Da Gott die Liebe ist, können wir wissen und erklären, daß wir in der Liebe „leben, weben und sind”. Was für ein unschätzbares Erbe wir doch haben! Wir müssen es um unser selbst und um der ganzen Welt willen erkennen und beweisen.

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