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„Ihm widerfuhr nichts Übles“

Aus der November 1963-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft

Christian Science Monitor


In der Apostelgeschichte lesen wir von dem Schiffbruch, den Paulus vor der Insel Malta erlebte, als er als Gefangener nach Rom geführt wurde. Folgender Zwischenfall wird ausführlich wiedergegeben (28:3, 5, 6): „Als aber Paulus einen Haufen Reiser zusammenraffte und legte sie aufs Feuer, kam eine Otter von der Hitze hervor und fuhr Paulus an seine Hand.... Er aber schlenkerte das Tier ins Feuer, und ihm widerfuhr nichts Übles. Sie aber warteten, daß er anschwellen würde oder plötzlich tot niederfallen. Da sie aber lange warteten und sahen, daß ihm nichts Schlimmes widerfuhr, ... sprachen [sie], er wäre ein Gott.“

Die Bibel berichtet andere Vorkommnisse, in denen bewiesen wird, daß allen, die die beschützende Macht Gottes verstanden, „nichts Übles widerfuhr“, und das, obwohl sie Gewalt, Krankheit und vielen anderen Gefahren ausgesetzt waren. Was war nun das Geheimnis dieses Gefeitseins gegen physischen Schaden?

Die Christliche Wissenschaft [Christian Science] erklärt, daß an der Erfahrung des Paulus nichts übernatürlich war. Als ein Apostel Christi Jesu nahm er vorbehaltlos die Verheißung des Meisters an, daß seine Nachfolger Macht haben würden, auf Schlangen und Skorpione zu treten. Paulus erlitt keinen Schaden, weil er sich der Gegenwart Gottes, die ihn regierte, führte und beschützte, lebhaft bewußt war.

Mary Baker Eddy, die die Christliche Wissenschaft [Christian Science] entdeckte und gründete, schreibt in ihrem Buch „Grundzüge der Göttlichen Wissenschaft“ (S. 10): „Wir müssen fühlen und erkennen, daß Gott allein den Menschen regiert; daß Seine Regierung harmonisch ist; daß Er zu rein ist, um Übles zu sehen, und daß Er Seine Macht mit nichts Bösem oder Materiellem teilt; daß materielle Gesetze nur menschliche Annahmen sind, von denen die Sterblichen zu Unrecht regiert werden.“ Und sie fügt hinzu: „Die Übel des sterblichen Daseins sind nichts als irriges Denken — Krankheiten des sterblichen Gemüts und nicht der Materie; denn die Materie kann weder fühlen, sehen noch über Schmerz oder Krankheit berichten.“

Erkennen, das mit dem Fühlen verbunden ist, ist nicht etwas Theoretisches, noch wird es durch das Gehirn oder die Nerven übermittelt. Es ist das intuitive Gewahrsein geistiger Gesundheit und Harmonie, selbst wenn die Materie zu fühlen, zu sehen und von Schmerz und Krankheit zu berichten scheint. Keinem Menschen ist es möglich, zu gleicher Zeit geistig und materiell zu fühlen, und wenn man die Macht dessen, von dem man weiß, daß es wahr ist, fühlt, werden alle anderen Empfindungen ausgelöscht.

Geistiges Empfindungsvermögen mag einem materiell eingestellten Menschen, der damit zufrieden ist, die Tatsachen der Schöpfung durch das Vorhandensein und die Natur der Materie hinreichend erklärt zu sehen, geheimnisvoll erscheinen. Er erhofft von der Materie Freude und rechnet auch damit, daß sie ihm Schmerz verursacht. Aber wenn es verstanden wird, daß sowohl der Mensch wie das Universum geistig sind und nicht materiell, dann gewinnen die Menschen Herrschaft über die Materie, und sie sehen ein, daß alles wahre Fühlen geistig ist. Das bedeutet nicht, daß sie aufhören, zu denken und zu empfinden, aber sie hören auf, Übles zu denken und Übles zu empfinden und darunter zu leiden.

Die Christliche Wissenschaft [Christian Science] macht klar, daß stets ein Unterschied gemacht werden muß zwischen rechtem und falschem Fühlen, zwischen richtigem und falschem Denken. Ein Hauptpunkt dieser Religion ist der, daß es weder Empfindung noch Intelligenz in der Materie gibt. Aber das bedeutet nicht, daß der Mensch gefühllos oder unintelligent ist. Es bedeutet dagegen, daß der Mensch als das Bild und Gleichnis Gottes, wie ihn die Bibel beschreibt, geistig empfindet und denkt.

Mrs. Eddy schreibt in ihrem Buch „Rückblick und Einblick“ (S. 81): „Der Geist der Wahrheit löscht falsches Denken, Fühlen und Handeln aus; und alles Falsche muß auf diese Weise vergehen, ehe der geistige Sinn, ein von Liebe erfülltes Bewußtsein und echte Güte so klar zutage treten, daß sie recht verstanden werden.“

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