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Liebe heilt Krankheit

Aus der November 1963-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Liebe ist Gott, Prinzip, Seele. Das Wirken der Liebe besteht in der Widerspiegelung ihrer Eigenschaften, und dadurch offenbart sie sich als der Urquell von allem, die Substanz von allem und das Bewußtsein von allem und zeigt sich als stets harmonisch, grenzenlos gut und wunderbar vollkommen. Der Mensch ist die Widerspiegelung der Liebe.

Doch in der menschlichen Person, die wir zu sein scheinen, finden wir die Eigenschaften der Widerspiegelung der Liebe scheinbar vermischt mit Bildern des fleischlichen oder sterblichen Gemüts, das heißt der Materie. Die Christliche Wissenschaft [Christian Science] zeigt, daß dieses sogenannte Gemüt wie auch die Materie unwirklich ist.

Auf Seite 468 ihres Buches „Wissenschaft und Gesundheit“ schreibt Mrs. Eddy: „Geist ist das Wirkliche und Ewige; Materie ist das Unwirkliche und Zeitliche. Geist ist Gott, und der Mensch ist Sein Bild und Gleichnis. Folglich ist der Mensch nicht materiell; er ist geistig.“ In dem Verhältnis, wie wir diese Wahrheit verstehen und anwenden, stellen wir fest, daß das, was eine Mischung zu sein schien — was krank zu sein schien, was des Sterbens fähig zu sein schien —, niemals das war, was es zu sein schien. In Wirklichkeit gab es niemals irgendwelche entgegengesetzten Elemente, die miteinander vermischt werden konnten. Liebe hat kein Gegenteil, und die Widerspiegelung der Liebe war niemals durch irgend etwas außerhalb der Liebe belastet, bedrängt, entstellt oder beeinflußt.

In dem Maße, wie wir dieser Wahrheit zustimmen und den Irrtum der Materialität, der Krankheit und der Sterblichkeit verneinen, erleben wir das heilende Wirken der Liebe. Wir empfinden die Fürsorge der Liebe. Wir können aufhören zu sagen: „Ich bin krank“, weil wir uns nicht länger krank fühlen, und wir sind imstande zu sagen: „Es geht mir gut“, weil wir verstehen, daß es uns gut geht, und weil wir die Gesundheit empfinden, die zu Gottes Widerspiegelung gehört.

Liebe als das schöpferische Prinzip hat niemals das Gute mit dem Bösen vermischt. Liebe als unendliche Seele war sich niemals miteinander vermischter Gegensätze bewußt, noch hat sie jemals ein derartiges Bewußtsein vermittelt. Das sterbliche Gemüt, nicht Gott, hat dieses falsche Bild entworfen. Es ist das sterbliche Gemüt, das sagt: „Ich bin krank.“ Der Mensch hat die Freiheit, zu erkennen, daß diese Behauptung von Krankheit, einschließlich der Empfindung von Krankheit, nicht sein eigenes Denken ist. Er hat die Freiheit, alles in seinem Bewußtsein als unwirklich zu brandmarken, was der Inspiration, der Gesundheit, der Freude der Liebe entbehrt, und mit Autorität zu erklären: „Es geht mir gut. Ich spiegele die Gesundheit, die Harmonie, die Vollständigkeit der göttlichen Liebe wider. Ich bin kein materieller Sterblicher; ich bin eine geistige Idee, die Prinzip, Seele, Liebe widerspiegelt.“

Die ganze menschliche Geschichte hindurch hat die göttliche Liebe zur Menschheit gesprochen. Das wichtigste Beispiel für das Wirken der Liebe um der Menschheit willen ist das Erscheinen Christi Jesu, der nicht kam, „daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn gerettet werde“ (Joh. 3:17). Wenn Jesus seine vielen Heilungswerke vollbrachte, zerstörte er damit nicht den einzelnen Menschen; er zerstörte stets den Irrtum, der mit der Wahrheit vermischt zu sein schien, und sah mit heilender Wirkung den von Gott geschaffenen sündlosen und vollständigen Menschen.

Einmal brachte ein Vater seinen Sohn zu ihm, der taub und stumm war. „Und alsbald, da ihn der Geist sah, riß er ihn. Und er fiel auf die Erde und wälzte sich und schäumte“ (Mark. 9:20). Jesus aber „bedrohte ... den unsaubern Geist und sprach zu ihm: Du sprachloser und tauber Geist, ich gebiete dir, daß du von ihm ausfahrest“. Als nun der Geist ausfuhr und der Junge wie tot erschien, ergriff Jesus „ihn bei der Hand und richtete ihn auf, und er stand auf“.

Mrs. Eddy schreibt auf Seite 476 in „Wissenschaft und Gesundheit“: „Jesus sah in der Wissenschaft den vollkommenen Menschen, der ihm da erschien, wo den Sterblichen der sündige, sterbliche Mensch erscheint. In diesem vollkommenen Menschen sah der Heiland Gottes eigenes Gleichnis, und diese korrekte Anschauung vom Menschen heilte die Kranken.“

Die Frage, über die wir uns zu entscheiden haben, ist folgende: Akzeptieren wir das Wirken der Liebe, so wie Jesus es durch sein Beispiel darstellte? In dem Maße, wie wir dies tun, bringen wir die Liebe, die Jesus uns lehrte, in unserem täglichen Leben zum Ausdruck, widmen wir uns dem Wirklichen, dem Geistigen, dem Unsterblichen, und wir arbeiten daran, uns und die ganze Menschheit von dem wertlosen Irrtum frei zu machen, der uns zu fesseln scheint.

Wenn wir wirklich danach verlangen, in der Christlichen Wissenschaft [Christian Science] geheilt zu werden, oder wenn wir wirklich die Fähigkeit zu heilen besitzen möchten, dann streben wir täglich, stündlich danach, die absolute Nichtsheit der Materialität mit all ihren Machtansprüchen zu erkennen, die geltend machen, das Denken zu beherrschen oder zu beeinflussen. Wir verwerfen den materiellen Sinn, der sagt: „Ich will“, und nehmen den geistigen Sinn für uns in Anspruch, der an jede Aufgabe mit den Worten herangeht: „Ich liebe.“ Wir gewahren die liebenswerte, wirkliche, vollkommene geistige Idee der Liebe, und wir sind willens, uns selbst zur Ordnung zu rufen, unser Leben wieder in die rechten Bahnen zu leiten, unser Denken zu heiligen, zu arbeiten, zu arbeiten und noch mehr zu arbeiten, um die Gegenwart und die Wirklichkeit der Widerspiegelung der Liebe an den Tag zu legen, so wie wir sie gewahren.

Wenn die heilige Arbeit — nämlich den Irrtum zurechtzuweisen, seine Nichtsheit bloßzustellen, ihn von der Person zu trennen und ihn zu zerstören — aufhört eine Last zu sein, weil wir Freude empfinden, weil wir die innere Kraft fühlen, die uns erwächst, wenn wir an dem Wirken der Liebe teilhaben, dann mögen sich die folgenden Worte Mrs. Eddys für uns als wahr erweisen (ebd., S. 574): „Gerade den Umstand, den dein leidender Sinn für schreckensvoll und quälend erachtet, kann Liebe zu einem Engel machen, den du ohne dein Wissen beherbergst.“

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