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Wahre Geschäftstätigkeit

Aus der November 1963-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Der Verfasser hörte einmal zwei Leuten zu, wie sie sich über das Geschäft unterhielten und über die beste Art und Weise, es zum Erfolg zu führen. Sie stimmten darin überein, daß derjenige der erfolgreichste Geschäftsmann sei, dessen ganzes Streben es ist, möglichst viel Gewinn zu erzielen, und daß das einträglichste Geschäft jenes sei, das den größten Gewinn abwirft. Die Christliche Wissenschaft [Christian Science] verurteilt nicht den Besitz weltlicher Güter, sofern sie auf ehrliche Weise erworben wurden und das Gesetz der Liebe dabei nicht verletzt worden ist; sie lehrt jedoch, daß wahre Reichtümer nur durch geistiges Wachstum und geistiges Verständnis gewonnen werden können.

Die allgemein gehegten Vorstellungen von Erfolg im Geschäftsleben schließen die Möglichkeit von Verdruß, Begrenzung, Mangel, Furcht und Fehlschlägen ein. Die Wissenschaft Christi zeigt, daß wahres Geschäft eine geistige Tätigkeit ist, die in Übereinstimmung mit Gott, dem göttlichen Prinzip, steht. Wenn wir an unsere menschliche Geschäftstätigkeit von dem Standpunkt aus herangehen, daß wir gottähnliche Eigenschaften zum Ausdruck bringen wollen, dann werden wir finden, daß Neid, Fehlschläge und fragwürdige Geschäftspraktiken kein Teil wahrer Geschäftstätigkeit sind und daher unsere täglichen Angelegenheiten nicht beeinträchtigen können. Bei unserem Bemühen, wahre Geschäftstätigkeit zu demonstrieren, sind Gelassenheit, Intelligenz, Lauterkeit und Liebe unerläßlich.

Unsere Demonstration von wahrer Geschäftstätigkeit entfaltet sich in dem Maße, wie wir verstehen, daß es keine Arbeit gibt außer der, die ihren Ursprung in Gott hat. Gott ist All-Wirken, und der von Ihm erschaffene Mensch spiegelt das vollkommene Wirken des allmächtigen, intelligenten und allwirkenden Gemüts wider. Wir müssen daher unser wahres Selbst als den Ausdruck Gottes identifizieren, und die einzige Tätigkeit dieses wahren Selbst besteht darin, Ihn widerzuspiegeln. Wenn wir die Eigenschaften Gottes zum Ausdruck bringen, werden unsere menschlichen Angelegenheiten gedeihen, denn Gehorsam gegen das Gesetz Gottes bringt wahren Gewinn. Für ein gesundes Geschäft ist es genauso natürlich zu gedeihen, wie es für einen Obstbaum natürlich ist, Früchte zu tragen.

Mrs. Eddy schreibt in ihrem Buch „Wissenschaft und Gesundheit“ (S. 263): „Wenn der sterbliche Mensch seine Gedanken über das Dasein im Geistigen aufgehen läßt und nur so wirkt, wie Gott wirkt, dann wird er nicht länger im Dunkeln tappen und sich an die Erde klammern, weil er den Himmel nicht gekostet hat.“

Das richtige Verständnis von Geschäft beseitigt selbstsüchtiges Streben und unnachgiebiges Feilschen. Es hilft dem Christlichen Wissenschafter, alles unlautere Geschäftsgebaren, alle Spannungen und jedes falsche Verantwortungsgefühl auszumerzen. Dieses richtige Verständnis bringt Gerechtigkeit, Freundlichkeit und Geduld in seine Auffassung von Geschäft und stärkt seinen Wunsch, seinen Mitmenschen Dienste zu erweisen. Der Christliche Wissenschafter ignoriert niemals auftretende Schwierigkeiten, sondern er wendet sein Verständnis von der Wahrheit auf alle Lebenslagen an. Auf diese Weise wird er dazu geführt, das zu tun, was richtig ist und was alle Bedürfnisse stillen wird.

Wenn jemand ein erfolgreiches, harmonisches und fortschrittliches Geschäft haben will, so muß das Gesetz der Liebe beständig in seinem Bewußtsein wirksam sein. Das materielle sogenannte Gesetz von Angebot und Nachfrage wird genau in dem Verhältnis aufhören, ein Problem zu sein, wie er sich vergegenwärtigt, daß Gottes Geschäft, das einzig wahre Geschäft, niemals durch materielle Bedingungen oder Annahmen beeinträchtigt oder behindert werden kann.

In dem Maße, wie für unser menschliches Geschäft das Geschäft Gottes zum Vorbild dient, wird es nicht von einer materiellen Grundlage aus bewertet werden. Wir können in zunehmendem Maße beweisen, daß es von der göttlichen Liebe geleitet, versorgt und beschützt ist, wenn wir geistige Schau und Inspiration bekunden und Jesus nacheifern, der da sagte (Luk. 22:27): „Ich aber bin unter euch wie ein Diener.“

Ein Geschäftsmann, der gleichzeitig Christlicher Wissenschafter ist, steht seinen Mitmenschen immer zu Diensten. Wahrer Dienst ist selbstloses Geben und ist nur möglich, wenn wir aufhören, von uns und anderen als von Sterblichen zu denken. Wenn wir den geistigen Begriff vom Menschen akzeptieren, stellen wir fest, daß anstelle eines selbstsüchtigen Wettbewerbs mit unserem Nächsten der Wunsch tritt, ihm zu helfen.

Somit beweisen wir die Wahrheit der Worte unserer Führerin (Wissenschaft und Gesundheit, S. 206): „In der wissenschaftlichen Beziehung von Gott zum Menschen sehen wir: was einen segnet, segnet alle, wie Jesus es an den Broten und Fischen zeigte — da Geist und nicht die Materie die Quelle aller Versorgung ist.“

Ein allgemeiner Brauch, den der Christliche Wissenschafter im Geschäftsleben unnötig findet, ist der Verlaß auf alkoholische Getränke oder Tabak, um den Umsatz und damit den Geschäftserfolg zu steigern. Mrs. Eddy schreibt (The First Church of Christ, Scientist, and Miscellany, S. 114): „Die Christliche Wissenschaft [Christian Science] lehrt: Sei niemandem etwas schuldig; sei mäßig; enthalte dich des Alkohols und des Tabaks; sei ehrlich, gerecht und rein; treibe das Böse aus und heile die Kranken; kurz, tue andern, was du willst, daß sie dir tun sollen.“

Wenn diese Regeln befolgt werden, sind sie eine ständige Hilfe für den Geschäftsmann. Viele Jahre lang hat der Verfasser im Verlauf seiner geschäftlichen Tätigkeit oder bei irgendwelchen gesellschaftlichen Veranstaltungen Alkohol oder Tabak weder angeboten noch angenommen. Er hat festgestellt, daß sich seine geschäftlichen Angelegenheiten erfolgreicher entwickelten, seit er diese Gewohnheiten aufgegeben hat, und außerdem hat er viele gute Freunde gewonnen.

Durch die Christliche Wissenschaft [Christian Science] kann der Geschäftsmann verstehen lernen, daß unharmonische geschäftliche Verhältnisse die Vergegenständlichung irriger menschlicher Gedanken sind und daß diese falschen Annahmen im Bewußtsein des Menschen durch die Ideen des göttlichen Gemüts ersetzt werden müssen. Es gibt keine Situation, die nicht richtiggestellt werden könnte, wenn die göttliche Liebe verstanden und bewiesen wird.

In dem Verhältnis, wie sich unser Begriff vom wahren Geschäft vervollkommnet, erleben wir, daß unsere menschliche Beschäftigung eine höhere Ebene erreicht. Wenn wir diese Beschäftigung unter Gottes Führung und Schutz stellen, finden wir, daß sie Schwankungen und sterblichen Befürchtungen weniger unterworfen ist. Wir wissen, daß unser Fortschritt davon abhängt, daß wir die Eigenschaften Gottes, der die einzige Quelle der Intelligenz ist, bei jedem geschäftlichen Vorhaben zum Ausdruck bringen.

Da Gott Seine Schöpfung immer stützt, führt und erhält, ist unsere wahre Geschäftstätigkeit fortdauernd mit wahrem Fortschritt identisch, der sich immer weiter entfaltet. Daher können wir die Wahrheit der Worte Christi Jesu beweisen (Matth. 6:33): „Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen.“

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