Jesaja legte das wahre Wesen des Fastens in folgenden Worten dar (58:6, 8): „Das ist aber ein Fasten, das ich erwähle: Laß los, welche du mit Unrecht gebunden hast; laß ledig, welche du beschwerst; gib frei, welche du drängst; reiß weg allerlei Last ... alsdann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Besserung wird schnell wachsen, und deine Gerechtigkeit wird vor dir her gehen, und die Herrlichkeit des Herrn wird dich zu sich nehmen.“
Hiernach bedeutet Fasten nicht das Sichenthalten von gewissen Speisen, es bedeutet das Aufgeben falscher Gedanken — sterblicher Gefühle und Anschauungen. Warum? Weil uns diese falschen Neigungen von Gott trennen. Sie sind die Frucht von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, von dem wir nicht essen sollen, und sie führen uns zu dem Glauben, daß Leben, Intelligenz und Substanz in der Materie sind.
Wahres Fasten, oder das Aufgeben des materiellen Sinnenzeugnisses — sterbliche Gefühle und Meinungen —, führt einen Wechsel zum Besseren auf jedem Gebiet der menschlichen Erfahrung herbei.
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