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Bauprogramm für das Kirchenzentrum

„Der Acker ist die Welt"

Aus der Juli 1967-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft

Christian Science Journal


Als die Jünger Christus Jesus baten, sein Gleichnis von dem Unkraut auf dem Acker zu erklären, sagte er zu ihnen: „Der Acker ist die Welt." Matth. 13:38; Es ist möglich, daß die Erklärung sie bestürzte. Jesus arbeitete ständig daraufhin, die begrenzte Anschauung seiner Nachfolger von der allumfassenden Verheißung des Christus zu erweitern. Er sagte: „Ich bin das Licht der Welt." Joh. 8:12; Er wußte, daß die Jünger zu einer klareren Auffassung von den ungeheuren Möglichkeiten ihrer Aufgabe, dieses Licht mit allen Menschen zu teilen, aufgerüttelt und erweckt werden mußten.

Das Bauvorhaben für das Kirchenzentrum fordert die Christlichen Wissenschafter dazu heraus, ihre Auffassung von der Mission der Christlichen Wissenschaft und welchen Platz sie in der heutigen Welt einnimmt zu erweitern. Die neuen Gebäude des Kirchenzentrums in unmittelbarer Nähe Der Mutterkirche werden als Symbol für erweiterte Unternehmungen stehen, die in ihrem Wirken mehr als bisher die ganze Welt umfassen. Es ist jedoch klar, daß der Fortschritt der Christlichen Wissenschaft in ihrem zweiten Jahrhundert direkt davon abhängig ist, daß jedes Kirchenmitglied dieses selbstlose, allumfassende Wirken des Christus, der Wahrheit, in größerem Maße demonstriert.

Mary Baker Eddy beschränkte ihre Definition von Kirche nicht auf eine absolute metaphysische Erklärung. Sie scholß in ihre Definition einen Aufruf zum Handeln auf menschlicher Ebene ein. Die Christlichen Wissenschafter sollten nicht in ein bequemes, abstraktes Theoretisieren über ihre Definition von „Kirche" als: „Der Bau der Wahrheit und Liebe; alles, was auf dem göttlichen Prinzip beruht und von ihm ausgeht" Wissenschaft und Gesundheit, S. 583; eingelullt werden. Sie setzte nämlich hinzu: „Die Kirche ist diejenige Einrichtung, die den Beweis ihrer Nützlichkeit erbringt und die das Menschengeschlecht hebt, das schlafende Verständnis aus materiellen Annahmen zum Erfassen geistiger Ideen und zur Demonstration der göttlichen Wissenschaft erweckt und dadurch Teufel oder Irrtum austreibt und die Kranken heilt."

Ihre Worte, die in einem anderen Jahrhundert als dem unseren geschrieben wurden, haben für uns heute eine neue Dringlichkeit. Wir erkennen besser deren Geist und Tiefblick. Diese Auffassung von Kirche war es, die die christlich-wissenschaftliche Bewegung ins Dasein rief. Diese geistige Idee trat in das Leben der Menschen ein und wandelte es um. Sie kam in Heilung, Selbstaufopferung und in der fortlaufenden Gründung neuer Tätigkeitsgebiete der Kirche sowie in der Errichtung der zu ihrer Unterbringung nötigen Gebäude zum Ausdruck. Aber die Definition von Kirche hört mit der Begründung einer Institution nicht auf. Unser zweites Jahrhundert verlangt den Beweis ihrer Nützlichkeit und der Hebung des Menschengeschlechts.

Es zeigt sich Fortschritt auf dem menschlichen Schauplatz. Doch die Menschheit steht einigen ihrer ältesten und auch einigen neuen Herausforderungen gegenüber. Krieg, Hunger, Haß zwischen den Völkern und Rassen rufen immer noch verzweifelt nach Heilung. Heimtückischere Übel wie Verlust der Identität in einer Massengesellschaft und der beständige Druck, den Menschen als grundlegend materiell anzusehen, scheinen sich vor uns aufzutürmen.

Die Christlichen Wissenschafter werden zweifellos zu höherem geistigen Dienst und höherer geistiger Führerschaft in der Welt aufgerufen. Als Jesus gefragt wurde, welches das vornehmste Gebot im Gesetz sei, antwortete er: „Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte. Dies ist das vornehmste und größte Gebot. Das andre aber ist dem gleich:, Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.' " Matth. 22:37-39;

Unseren Nächsten lieben mag spezifisches christlich-wissenschaftliches Heilen bedeuten oder eine überzeugende Erklärung darüber, was die Christliche Wissenschaft in unserem eigenen Leben bedeutet hat, oder einfach die Bekundung christlicher Freundlichkeit. Aber es mag auch erfordern, daß wir den Christus würdigen und unterstützen, wo immer wir ihm in der Welt begegnen. Es mag bedeuten, selbstlos aus dem Überfluß unserer geistigen Einsicht und Freude zu spenden, jeweils in der Form, die in einer menschlichen Situation am wirksamsten erscheint. Unsere Führerin schreibt: „Alles, was Weisheit, Wahrheit oder Liebe einflößt — sei es nun Gesang, Predigt oder Wissenschaft —, segnet die menschliche Familie mit Brosamen des Trostes von dem Tische Christi, speist die Hungrigen und gibt den Durstigen lebendiges Wasser." Wissenschaft und Gesundheit, S. 234.

Die Christlichen Wissenschafter werden dazu aufgerufen, den geistigen Hunger der Welt zu stillen. Das Kirchenzentrum veranschaulicht in gewissem Maße, daß sich Die Mutterkirche der Bedeutung der Worte bewußt ist: „Der Acker ist die Welt", und spricht für ihr Vertrauen, daß alle Christlichen Wissenschafter überall in der Welt in der Arbeit, diesen Acker zu bebauen, vorwärtsschreiten.

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