Vor einigen Jahren mußte ich durch eine Erfahrung gehen, die mein Leben bedrohte. Der Christlichen Wissenschaft
Christian Science; sprich: kr'istjǝn s'aiǝns. und der Hilfe, die ich von hingebungsvollen Freunden und Ausübern der Christlichen Wissenschaft erhielt, verdanke ich es, daß ich heute am Leben bin.
Zu der Zeit glaubte ich, daß es leichter wäre, die Krankheit im christlich-wissenschaftlichen Sinne zu handhaben und sie auszutreiben, wenn ich den Namen der Krankheit, unter der ich litt, in Erfahrung bringen würde. Dies war jedoch nicht der Fall.
Ein Arzt stellte die Diagnose, daß es die Brightsche Krankheit sei, und sagte, daß es für mich erforderlich wäre, zu einer Operation ins Krankenhaus zu gehen. Als ich den Arzt fragte, was ich für Lebensaussichten hätte, wenn ich mich entscheiden sollte, ins Krankenhaus zu gehen, machte er eine lange Pause; dann untersuchte er mich noch einmal und sagte, daß seiner Meinung nach mein Körper für eine Operation nicht widerstandsfähig genug wäre.
Dies beunruhigte mich sehr, und als meine Frau später ins Zimmer kam und mit ruhiger Stimme fragte, ob sie einen Ausüber der Christlichen Wissenschaft anrufen sollte, antwortete ich: „Ja bitte."
An jenem Abend kam der Ausüber zu uns. Wir sprachen mehrere Stunden über die geistigen und unzerstörbaren Eigenschaften des göttlichen Gemüts. Bald kam solch ein Gefühl des Freiseins über mich, daß ich den Arzt anrufen und ihm ausrichten lassen konnte, ich würde keine weitere ärztliche Hilfe brauchen.
Zwei Tage danach konnte ich in ein christlich-wissenschaftliches Heim gehen. Hier war eine wunderbare Atmosphäre von Frieden und Freiheit.
Die Bibel und auch das Buch Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy waren meine Begleiter. Ich konnte in gewissem Grade erkennen, daß es eine geistige Macht gab, die unveränderlich und jederzeit gegenwärtig und weit wichtiger war als begrenzte materielle Annahmen. Ich erkannte, daß diese Macht Gott, Geist, ist, immergegenwärtig und unendlich. Wochenlang besserte sich der Zustand nicht, dafür aber mein Glaube an Gott und mein Verständnis von Ihm. Ungefähr um diese Zeit wechselte ich den Ausüber.
Eines Tages kam eine christlich-wissenschaftliche Pflegerin an mein Bett und las mir „die wissenschaftliche Erklärung des Seins" aus Wissenschaft und Gesundheit, Seite 468, vor. Sie war so ernsthaft dabei, daß ich spürte, wie eine große Liebe zu ihr ausging für die Wahrheiten, die sie zum Ausdruck brachte, zu denen die folgende gehörte: „Alles ist unendliches Gemüt und seine unendliche Offenbarwerdung, denn Gott ist Alles-in-allem." Kurze Zeit danach verließ mich die Krankheit, und ich konnte mit neuer Gesundheit und Kraft zu meiner Arbeitsstätte zurückkehren.
Ich stelle fest, daß geistige Wahrheiten uns allezeit erhalten und nur zum Guten wirken. Wie wunderbar ist es doch, dies zu wissen und die Allheit des göttlichen Gemüts gerade dort zu spüren, wo wir sind! Es gibt uns ein himmlisches Gefühl des Friedens und ein Verständnis der Liebe Gottes zu uns. Es verlangt mich danach, die Nähe Gottes zu spüren und zu wissen, daß der Mensch als eine göttliche Idee von Seiner allmächtigen Kraft niemals getrennt werden kann.
Reading, Berkshire, England
