Paulus beginnt sein Lied über die christliche Liebe mit folgenden Worten: „Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönend Erz oder eine klingende Schelle.“ 1. Kor. 13:1;
Ein gutes Wort mag wohl einen tönenden Klang haben. Eine gute Tat mag Aufmerksamkeit auf sich lenken. Doch ohne selbstlose Liebe hat keines von beiden den echten Klang. Aus Egoismus oder Eigenliebe werden Worte oder Taten dazu verwandt, um einen guten Eindruck zu machen, und somit werden sie in den Augen Gottes wertlos.
Liebe drückt sich immer in Zärtlichkeit aus, doch Zärtlichkeit mag eine Zurechtweisung enthalten, und dies wird durch die Eltern bewiesen, die ihre Kinder wahrhaft lieben und sie dennoch maßregeln. Ein Kind muß mit wahrer Liebe geführt werden, so daß es den Unterschied weiß zwischen dem, was Gott gefällt, und den Ansprüchen des sterblichen Gemüts.