Manchmal mag es so aussehen, als würden wir von Streß, Furcht vor Krankheit oder dem Verdruß über zuviel Arbeit überwältigt. Wir möchten platzen, um den angestauten Druck loszuwerden — um uns Luft zu machen.
Die Christliche Wissenschaft kommt mit ihrer praktischen Verheißung ewiger Freude und Ruhe zu uns. Wie können wir angesichts scheinbarer Schwierigkeiten ruhig bleiben? Die Antwort darauf könnte in dem Wort „scheinbar“ liegen. Diese Schwierigkeiten und Belastungen sind nur Annahmen, eine Fata Morgana oder Illusionen eines auf der Materie beruhenden Gemüts, das beansprucht, wirklich zu sein. In Wahrheit ist Gott alles Sein und allmächtig. Der Mensch ist Sein vollkommenes Kind und bringt die ewige Freude und Ruhe Gottes, der Seele, zum Ausdruck. Da Seele alles einschließt, gibt es keinen Ort, wo Seele nicht ist. Wir lesen im ersten Buch Mose: „Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“ 1. Mose 1:31; Der Mensch ist der Sprößling Gottes. Daher ist er vollständig, vollkommen und kann als das Ebenbild des unendlichen, wunderbaren Einen nur das Gute kennen, es ausdrücken und ihm gemäß leben.
Nun könnte man sagen: „Das ist alles schön und gut, aber wie hilft es mir, mein Problem zu lösen, meine Gereiztheit, meinen Ärger oder meine Krankheit loszuwerden?“ Wenn wir an der geistigen Tatsache festhalten, hilft uns dies, uns von einem falschen, persönlichen Begriff von den Dingen abzuwenden und uns auf Gott zu verlassen. In der „wissenschaftlichen Erklärung des Seins“ sagt Mrs. Eddy: „Alles ist unendliches Gemüt und seine unendliche Offenbarwerdung, denn Gott ist Alles-in-allem.“ Wissenschaft und Gesundheit, S. 468;