Noch weiß ich wohl den gnadenvollen Tag,
da all mein Sein von Licht umflossen;
und aus dem Traume, da ich schlafend lag,
ward mir mein göttlich Wesen jäh erschlossen.
Da schaute ich, von hellem Glanz geblendet,
was Seine Stimme mir geoffenbart,
als meine Sinne, von der Welt gewendet,
das wahre Sein zum ersten Mal gewahrt;
da ich empfing aus unsichtbaren Händen,
was mir Sein Wille ewig zugedacht.
Ich weiß es wohl: den hohen Flug vollenden
gelingt mir nur durch Seines Geistes Macht.
Und dieses hohe Ziel bleibt unvergessen,
ein Sehnen ist's, das nach Vollendung ringt,
nach Gottes Ewigkeiten — unermessen —,
bis daß mein ganzes Sein in Ihm erklingt.