Warte geduldig —
wenn du auch am ersten, zweiten oder dritten Tag,
im ersten, zweiten oder dritten Jahr
dein Heil nicht schon völlig erfassen kannst.
Wenn auch Tage und Jahre zu verrinnen scheinen,
Zeit ist kein Maß für geistiges Schaffen.
Du baust für die Ewigkeit, still und besonnen,
dabei wird Gott dich niemals verlassen.
Braucht nicht der Spargel eine Reihe von Jahren,
ehe du die ersten Triebe siehst?
Doch er war längst schon im Wachsen und Werden,
still und beharrlich, tief in der Erde.
Warte geduldig, dein Mühen und Ringen
erreicht schon den Weg zu dem hohen Ziel.
Das stumme Gedeihen kannst du nicht sehen,
doch du spürst die Kraft, die es vorwärtstreibt;
was jetzt wenig scheint, eines Tages ist's viel,
und du freust dich der Frucht, die dir immer bleibt.