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Seit 1991 Unser Sohn geboren...

Aus der Februar 1995-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Seit 1991 Unser Sohn geboren wurde, ist mein Leben unendlich viel reicher geworden. Meine Frau und ich beteten, um zu erkennen, daß dieser Junge Gottes Kind ist und nicht einfach der Sohn menschlicher Eltern. Schon früh in seinem Leben hatten wir die Gelegenheit zu beweisen, daß wir uns unbesorgt und vertrauensvoll an Gott wenden können, um Heilung zu erlangen.

Als er vier Monate alt war, hatte er mehrere Tage lang keinen Stuhlgang, und seine Freude und Energie, Eigenschaften, die er sonst im Überfluß ausdrückte, schwanden mehr und mehr dahin. Ich war besorgt — in erster Linie wegen seines gesundheitlichen Befindens. Darüber hinaus beunruhigten mich aber auch die vor kurzem eingeleiteten gesetzlichen Maßnahmen, die die Christlichen Wissenschafter in der Ausübung ihrer Religion einschränken sollen. Dazu gehört vor allem der Versuch, den Eltern das Recht abzusprechen, sich bei der Heilung ihrer Kinder absolut auf Gebet zu Gott zu verlassen. Ich kann mir offen gesagt ein Leben ohne die Christliche Wissenschaft und ihre Segnungen für mich und meine Familie nicht vorstellen.

Am dritten Tag des unharmonischen Zustandes, in dem sich unser Sohn befand, rief mich meine Frau auf der Arbeit an, um mir zu berichten, daß er fast den ganzen Tag nur geweint hatte und teilnahmslos war, obwohl sie sich mit der größten Sorgfalt um ihn kümmerte. Als ich den Hörer aufgelegt hatte, hielt ich einen Moment inne. Im stillen bat ich Gott, mir zu zeigen, was ich verstehen mußte, um unserem Sohn zu helfen. In der Vergangenheit hatten solche Augenblicke des Gebets — in denen ich oft über biblische Gestalten, ihre Herausforderungen und demütigen Gespräche mit Gott nachdachte — meine Verwirrung eigentlich jedesmal beseitigt. Ich wurde dann ruhig und bereit, auf die Botschaft von Gott zu lauschen, die ganz gewiß kommen würde. Und diese Botschaften hatten immer Licht und Ruhe gebracht, wo vorher nur Dunkelheit und Chaos herrschten.

Als ich jetzt darüber nachdachte, wo ich anfangen sollte, fielen mir die wesentlichen Elemente einer wirksamen heilenden Behandlung ein, die mir im Klassenunterricht der Christlichen Wissenschaft beigebracht worden waren. Wir hatten dort gelernt, als erstes voller Überzeugung und Liebe all das Gute zu bestätigen, das wir über Gott und den zu Seinem Ebenbild erschaffenen Menschen wissen, und dann in unserem Denken alles zu verneinen, was diesem Ebenbild entgegengesetzt ist. Im Falle unseres Sohnes fand ich dies einfach. Seine Vollkommenheit anzuerkennen war ganz natürlich, weil seine angeborene Reinheit und Unschuld mich einfach nichts anderes als wahr akzeptieren ließen.

Als ich an dem Abend nach Hause kam, war sein Zustand noch unverändert. Ich wünschte sehnlichst, dem kleinen Kerl helfen zu können. Ich nahm ihn auf den Arm, setzte mich hin und wandte mich in tiefer Demut an Gott. Ich fürchtete nicht um sein Leben, denn ich wußte, daß Gott sein Leben ist. Auch fühlte ich mich nicht unfähig als Vater, denn ich war gewiß, daß sein Vater-Mutter Gott absolut fähig ist, für Sein Kind zu sorgen. Ich betete ganz einfach, um mir bewußt zu werden, daß die normalen, harmonischen Funktionen einer göttlichen Idee unmöglich blockiert werden können. Schließlich wurde ich ganz ruhig in dem Wissen, daß die Last nicht mein ist, sondern des Herrn. Ich beendete mein Gebet und fühlte mich erfrischt und erhoben.

Nur ein paar Minuten später hörte ich, was für viele Eltern normalerweise kein einladendes Geräusch ist! Unser Sohn hörte sofort auf zu weinen und lächelte statt dessen freudig. Er war gesund! Der unharmonische Zustand ist nie wieder aufgetreten.

Es ist eine unbeschreibliche Freude, diesen wonnigen kleinen Kerl aufwachsen zu sehen, und ich nehme regen Anteil an seinen beharrlichen Erforschungen der Umwelt und den Wundern seiner Entdeckungen. Kinder können uns bedeutsame Lebenslektionen lehren. Sie sind „Engel“, die uns geschickt werden, damit wir den Menschen — den Mann oder die Frau — besser zum Ausdruck bringen, der wir schon immer gerne werden wollten. Auf ganz wunderbare Weise erneuern sie unser tiefstes Verlangen, Jesu Mahnung zu befolgen, „wie ein kleines Kind zu werden“, und so den Weg zum Himmelreich zu finden.


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