Aktive Mitgliedschaft in einer Zweigkirche der Christlichen Wissenschaft ist etwas, was ich schon immer geschätzt habe, auch die pgeistige Disziplin, die es erfordert, mit anderen Kirchenmitgliedern zusammenzuarbeiten und zu lernen, geduldiger und toleranter zu sein. In Situationen, wo Krankheit mich zu überwältigen drohte, hat oftmals der Wunsch, ein bestimmtes Kirchenamt zu erfüllen, mich veranlaßt, inbrünstiger zu beten und Gott ernsthafter zu vertrauen; immer trat dann die Heilung so rechtzeitig ein, daß ich meine Pflicht tun konnte.
Unsere ersten achtzehn Ehejahre verbrachten wir im Ausland, und mein Mann und ich mußten unsere Kinder, als sie ins Schulalter kamen, auf ein Internat nach England schicken. Am Anfang des ersten Schuljahres brachte ich unsere Achtjährige zu ihrer neuen Schule, und wir sagten uns in einigermaßen froher Stimmung auf Wiedersehen. Als aber die Zeit kam, zu der ich sie normalerweise zu Bett brachte, war ich doch etwas bedrückt.
Es war ein Mittwoch, und so ging ich zur Zeugnisversammlung in die Kirche. In einem Lied, das wir an jenem Abend sangen, hieß es: „Wie eine Mutter, so tröstet Gott die Seinen“ (Liederbuch der Christlichen Wissenschaft, Nr. 174). Die Erkenntnis, daß Gott da war, um sie wie eine Mutter zu trösten, erhob mich so, daß ich mir von dem Augenblick an nie wieder Sorgen um meine Tochter machte. Ebensowenig sorgte ich mich um unseren Sohn, als er ihr später nach England folgte.
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