
Editorials
Das allgemeine menschliche Denken fordert den Christlichen Wissenschafter heute heraus, mit den Annahmen dieses Denkens übereinzustimmen, seine Befürchtungen zu teilen, sich seine Vorurteile zu eigen zu machen und auf seine Versprechungen zu bauen. Während diese Begriffe unter dem Ansturm der Naturwissenschaften und der Liberalisierung der theologischen Lehren einige oberflächliche Wandlungen durchgemacht haben, sind sie doch weiterhin an den grundlegenden Irrtum gekettet, daß G ott ein endliches, physisches Wesen, eine unbestimmbare Mischung aus Gut und Böse sei, daß daher beide, Gut und Böse, eine Macht darstellten, daß die Materie wirklich und der Mensch sterblich sei.
Ein Segen ist dazu bestimmt, glücklich zu machen und das Gute zu vermehren. Die Segnungen, die von G ott ausgehen, sind allumfassend und unendlich, und sie werden in unparteiischer Weise allem verliehen, was seinen Ursprung in Ihm hat.
Was absolut ist, ist vollkommen, frei von Makel oder Fehlern, frei von Beimischungen, frei von Begrenzung, Beschränkung oder Einschränkung. G ott, G eist, allein ist absolut.
Ob wir an dem, was wir hier und jetzt tun, Freude haben oder nicht, hängt von unserem Motiv ab. Wenn wir von einer Liebe zu G ott beseelt werden, dann werden wir Freude an unserer Arbeit haben.
Der Kampf gegen die Armut, der das Denken der Menschen in den Vereinigten Staaten heute so sehr beschäftigt, ist ein praktischer Ausdruck liebevoller Fürsorge für den Nächsten. Das Ziel ist, durch angemessene soziale und wirtschaftliche Maßnahmen die großen Härten auszugleichen, die der rasche Wandel auf technischem Gebiet für viele Menschen ohne deren eigenes Verschulden mit sich gebracht hat.
Die göttliche L iebe ist G ott, und G ott ist Alles. L iebe ist der Urquell, oder das göttliche P rinzip, allen wahren Seins.
Jahrhundertelang ist das menschliche Gemüt dazu erzogen worden, den Begriff „Ansteckung“ einfach mit den sogenannten übertragbaren Krankheiten in Verbindung zu bringen. Es schreibt die physische Verseuchung gewissen niederen Organismen zu, wie Mikroben, Bakterien usw.
Die Christliche Wissenschaft [ Christian Science Sprich: kr’istjən s’aiəns. ] hält ein Heilmittel für solche Menschen bereit, die unter Reibungen mit menschlichen Persönlichkeiten und ihrer Umgebung leiden.
„ Das Verständnis, daß L eben G ott, G eist, ist, verlängert unsere Lebenstage, indem es unser Vertrauen auf die todlose Wirklichkeit des L ebens, auf seine Allmächtigkeit und Unsterblichkeit stärkt“ (Wissenschaft und Gesundheit von Mary Baker Eddy, S. 487).
Die Legende erzählt, daß der Apostel Petrus einige Jahre nach der Kreuzigung Rom verlassen wollte, weil er durch die Schwierigkeiten entmutigt war, denen er dort beim Ausbreiten des Christentums begegnete. Als er die Via Appia hinunterging, erschien ihm plötzlich der Meister, Christus Jesus, in einer Vision.