
Editorials
Die Christlichen Wissenschafter sprechen oft darüber, daß es nötig sei, den Widerstand der Welt gegen das Heilen zu überwinden, doch denken sie ernstlich genug über den Widerstand gegen das Heilen in sich selbst nach? Wohl keine Suggestion des fleischlichen Gemüts ist aggressiver als die, die sich vielen Wissenschaftern aufdrängt — daß sie nicht heilen können. Sie argumentieren mit sich selbst, daß sie nicht wüßten, wie man eine christlich-wissenschaftliche Behandlung gibt, daß sie sich ihrer geistigen Fähigkeit zu heilen nicht sicher seien und daß sie keine Zeit für die Heilarbeit hätten.
Universitäts - und Hochschulstudenten in der ganzen Welt geben durch ihr tägliches Leben ein Beispiel für die praktische Demonstration von W ahrheit, P rinzip und L iebe. Sein Licht leuchten zu lassen — sei es nun im Hörsaal, im Forschungslaboratorium, in der Bibliothek, auf dem Sportplatz oder bei einem geselligen Beisammensein — ist und bleibt eine Herausforderung, aber eine immer zunehmende Anzahl von Studenten zeigt sich ihr gewachsen.
Das kommende Jahr scheint von seinem Vorgänger eine Anzahl ungelöster Probleme geerbt zu haben. Hier wirksame Lösungen zu finden ist ein dringendes Bedürfnis.
Wir schauen beständig vorwärts und versuchen unsere Aussichten auf künftiges Glück und auf ein lohnendes, befriedigendes Dasein abzuwägen. Aber wenden wir uns an G ott, um den richtigen Blick zu gewinnen? Wenn nicht, versuchen wir dann nicht, unsere Möglichkeiten für das Gute oder ein Fehlen dieser Möglichkeiten weitgehend nach dem zu beurteilen, was uns der menschliche Sinn über unsere gegenwärtigen Verhältnisse einflüstert? Wenn dem so ist, dann wird unsere Vorstellung von unserer Zukunft nur das kümmerliche Resultat der kümmerlichen Anschauung sein, die wir von unserem gegenwärtigen Dasein haben, in direktem Gegensatz zu dem Ausblick auf das sich entfaltende Gute, den unser unendlich liebevoller, all-lenkender G ott uns eröffnet.
Wenn wir das Neue Jahr beginnen, tun wir gut daran, über die Zeit, in der wir leben, besonders nachzudenken. Mit ihren plötzlichen Veränderungen und der zunehmenden Geschwindigkeit materieller Entwicklung fordert uns die Zeit zu größeren geistigen Anstrengungen heraus.
Die Christliche Wissenschaft [ Christian Science ] lehrt uns, alles zu unterstützen, was im menschlichen Dasein gut ist, und daran zu arbeiten, alles zu überwinden, was böse ist. Die Grundlage für diese Arbeit ist L iebe, und die Methode ist das Gebet.
Die industrielle Struktur im freien Wirtschaftssystem kann mit einem dreibeinigen Stuhl verglichen werden. Die drei Beine — Aktionäre, Angestellte und das Geschäftsunternehmen selbst — müssen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen, und es muß eine rechte Beziehung zwischen ihnen vorhanden sein, wenn die Industrie wie der Stuhl einem nützlichen Zweck dienen soll.
Unser Reichtum besteht in der Wahrheit, die wir verstehen, nicht in den Dingen, die wir besitzen. Wir gelangen zu diesem Reichtum nicht durch den Erwerbssinn, sondern durch geistige Bildung und Erleuchtung.
Die Christliche Wissenschaft [Christian Science] erhebt Einspruch gegen verschiedene religiöse Grundsätze, die den Lehren der scholastischen Theologie zugrunde liegen. Einer von diesen Grundsätzen befaßt sich mit dem Glauben, Gott habe den Menschen zuerst unschuldig, der Sünde unfähig, geschaffen und ihn dann mit der Fähigkeit begabt, sich für oder wider die Sünde zu entscheiden, wodurch der Mensch sodann die Sünde über das Menschengeschlecht gebracht habe.
Pionierarbeit auf dem Gebiet der Wissenschaften ist nie als eine Aufgabe der Religion angesehen worden. Andrerseits haben sich auch die Fortschritte der Naturwissenschaften auf die religiösen Lehren der Jahrhunderte nicht nennenswert ausgewirkt.