
Editorials
Naeman war unglücklich. Er hatte Grund dazu.
Nach der menschlichen Auffassung ist das Leben ein Besitz des materiellen Körpers, das in ihm eingeschlossen und von ihm abhängig ist, den Gefahren ausgesetzt, die den Körper von innen und außen bedrohen. Dieser Auffassung zufolge, die zwar allgemein gehegt wird, jedoch gänzlich falsch ist, können materielle Heilmittel die Krankheit nur durch den Körper erreichen und das Leben nur durch ihn retten.
Jeder, der die Existenz eines allerhabenen Wesens anerkennt, muß zugeben, daß G ott allmächtig ist — daß Seine Macht unwiderstehlich ist. Die Christliche Wissenschaft demonstriert diese göttliche Macht und beweist, daß sie jede Schöpfung G ottes, des göttlichen G emüts, stützt, wie auch jeden menschlichen Begriff, der vorübergehend eine Idee des G emüts repräsentiert.
Wir hören sehr viel über Leibesübungen und darüber, daß sie im Zusammenhang mit Gesundheit zu empfehlen seien. Der Christliche Wissenschafter weiß, daß Gesundheit kein Zustand der Materie ist und Leibesübungen daher für die Gesundheit nicht erforderlich sind.
Nach menschlicher Beobachtung sind manche Kinder bei der Geburt kräftig und verheißen eine vielversprechende geistige Entwicklung, andere wieder sind mit Schwächen verschiedenster Art behaftet. Stellt eine solche Wahrnehmung den unveränderlichen Ausblick auf die Zukunft eines Kindes dar, das irgendeine angeborene Schwäche zeigt, oder gibt es einen Weg, es aus der Verdammung solch trüber Aussichten durch die Zerstörung des mentalen Defektes oder der körperlichen Kennzeichen, die das menschliche Gemüt ihm anzuheften scheint, zu befreien? Die Christliche Wissenschaft gibt eine bejahende Antwort, eine Antwort, die eines praktischen Beweises durchaus fähig ist.
Christus Jesus wußte sehr wohl um den endgültigen Zustand des Seins, denn als er sein segensreiches Wirken als Heiland begann, lautete seine erste Verkündigung (Matth. 4:17): „Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.
Der Mensch ist eine geistige Idee; er ist kein materieller Mechanismus. Er stellt die sich entfaltende Inspiration des göttlichen G emüts dar, und nicht die sich ständig wiederholenden Annahmen des materiellen Denkens.
Es wird heute viel über Moral gesprochen. Einige bestehen darauf, daß die Zivilisation zugrunde gehen werde, wenn die Menschheit nicht in Gehorsam gegen das moralische Gesetz lebe, wie es in den Zehn Geboten dargelegt ist.
In seinem Brief an die miteinander im Streit liegenden Christen in der Provinz Galatien gibt ihnen der Apostel Paulus im wesentlichen die Zusicherung, daß Vertrauen auf G ott und Gehorsam gegen Sein Gesetz ihnen die Freiheit sichern würde, den religiösen Lehren von Christus Jesus ungehindert zu folgen. In demselben Sinn müssen wir heute eingedenk sein, daß das Verständnis des Christus in der Christlichen Wissenschaft Christian Science; sprich: kr´istjən s´aiəns.
Die Macht G ottes findet keinen Widerstand, denn G ott ist Alles. Der Einflüsterung, daß es eine böse Macht gäbe, muß widerstanden werden, oder sie wird zu einer scheinbaren Wirklichkeit.