
Editorials
Die Entwicklung schneller Beförderungsmittel und praktisch unmittelbar herzustellender Verbindungsmöglichkeiten hat die Menschen mehr denn je einander näher gebracht. Jeden Tag werden wichtige und unwichtige Vorfälle in den Äther hinausgesendet — vielleicht sollten wir sogar sagen, jede Minute.
Die Christliche Wissenschaft lehrt uns, daß das richtige Verständnis von Individualität sehr wichtig ist, wenn wir für den menschlichen Körper sorgen und ihn schützen wollen. Viele Krankheiten stammen daher, daß die Individualität des Menschen in der einen oder anderen Form angegriffen wurde.
Die Hoffnung auf Beförderung ist etwas Natürliches für den, der von dem aufrichtigen Wunsch nach jener umfassenderen Nützlichkeit getrieben wird, für die ihn Erfahrung und inneres Wachstum vorbereitet haben. Jene, die durch die Inspiration der Liebe ihre Aufgaben nach bestem Können gewissenhaft erledigen, bereiten sich auf eine von Fortschritt gekennzeichnete Laufbahn vor.
Durch die Christliche Wissenschaft Christian Science; sprich: kr’istjən s’aiəns. lernen wir verstehen, daß das Leben nicht das ist, was sich den fünf Sinnen darbietet.
Die Beispiele für das Leben, die uns in der Natur gegeben sind — wo die Kundwerdungen des Lebens auch unter sehr widrigen Bedingungen fortbestehen —, mögen uns einen Schimmer von der unwiderstehlichen Natur des L ebens, das G ott ist, vermitteln. Ein Baum, der aus einer Felsspalte wächst, eine Blume, die in einer dürren Einöde fortdauert, oder die ersten Anzeichen neuen Lebens, die im Frühling hervorsprießen, sind Zeugen für das erhabene P rinzip, dem die Natur nacheifert.
Was für ein herrliches Panorama an Möglichkeiten bietet sich dem ernsthaft Studierenden, wenn er in seinem Verständnis der Christlichen Wissenschaft wächst! Er gewahrt die Möglichkeit, alles Gute zu vollbringen, aber er weiß auch, daß dies Schritt für Schritt getan werden muß und daß er nur das anwenden und beweisen kann, was er versteht. Wie jemand, der Mathematik studiert, mit der einfachen Arithmetik beginnt und dann nach und schwierigere Probleme löst, so muß auch der voranschreitende Metaphysiker seinen Weg stufenweise beweisen, bis hinauf zu dem Thron der Gnade.
Obwohl mit „Krise“ tatsächlich ein Höhepunkt bezeichnet wird, dem eine Wendung zum Besseren oder Schlechteren folgt, so ist doch im allgemeinen häufiger das letztere gemeint. Diese Auffassung ist ein Bestandteil der Annahme, daß das menschliche Leben aus einem Auf und Ab besteht, hervorgerufen durch den Konflikt zwischen Gut und Böse.
Mrs. Eddy sagt: „Das Unendliche ist eins, und dieses eine ist G eist; G eist ist G ott, und dieser G ott ist das unendliche Gute.
Die Macht der L iebe wirkt, und zwar nicht durch zaghafte Überredung oder sentimentale Bitte um Wohlwollen, noch indem sie ein Gefühl des Mitleids erweckt, sondern durch den geistigen Antrieb der W ahrheit und der Allheit des unaufhörlichen, allwirkenden L ebens. Die Macht der L iebe ist die Allmacht des L ebens, die Macht des sich selbst erhaltenden, sich selbst durchsetzenden göttlichen P rinzips — die einzige Kraft, der einzige Einfluß in ihrem eigenen unendlichen Bereich der Wirklichkeit.
Noch nie zuvor ist die Materie einer solch gründlichen und intelligenten Prüfung unterzogen worden wie zu unserer Zeit. Die Naturwissenschaftler haben festgestellt, daß die Materie mit Energie vertauschbar ist und daß aus ihr ungeheure Mengen von Energie frei gemacht werden können, entweder zum Nutzen oder zum Schaden der Menschheit.