
Editorials
Nach allgemeiner menschlicher Ansicht ist die Welt aufgeteilt in solche Länder, die industriell entwickelt sind und sich großer materieller Reichtümer erfreuen, und in solche, die gerade erst anfangen, sich über die Armut zu erheben, die die Anfangsstadien einer intellektuellen und technischen Entwicklung kennzeichnet. Der materielle Sinn bemißt den Wohlstand der Völker wie des einzelnen nach dem Besitz materieller Güter, ihre Armut nach dem Mangel an solchem Besitz.
Die Antwort auf die Frage in der Überschrift ergibt sich von selbst, wenn wir lernen, was G ott ist und worum es sich bei der Religion handelt. Wenn wir verstehen, daß G ott L eben ist, ist das Studium, das wir betreiben, um G ott zu finden und zu erleben, so zweckdienlich wie nur irgend etwas sein kann.
Das Wohlergehen eines jeden von uns beruht auf unserer bewußten wissenschaftlichen Vergegenwärtigung, daß wir die Widerspiegelung der göttlichen L iebe sind. Um jedoch wahrhaft wirkungsvoll zu sein, muß diese Vergegenwärtigung in gleicher Weise auch unseren Nächsten als ein Kind G ottes einschließen, und wir müssen ihn als ein solches lieben.
Es wird so viel über die Ehe und die Freuden eines eigenen Familienlebens gesprochen, daß man fast zu dem Schluß kommen könnte, ein Unverheirateter könne nicht glücklich sein. Aber diese Voraussetzung ist absurd.
Viele Menschen, die vor wichtigen Entscheidungen stehen, fragen: „Was soll ich tun?“ Es gibt nur eine wirklich passende Antwort, und das ist: „Wende dich an G ott um Führung. “ Oft wird bei Ausübern der Christlichen Wissenschaft oder bei Freunden menschlicher Rat gesucht, und man macht ihnen dann vielleicht Vorwürfe, wenn sich nicht alles in der bestmöglichen Weise regelt.
Wie wunderbar ist es doch, verstehen zu lernen, daß G ott das Gute für uns will und daß Seine zärtliche Gegenwart uns vollständig umgibt, trägt und schützt, wo wir auch sind! Zu wissen, daß wir in Ihm leben, daß wir „verborgen mit Christus in Gott“ Kol. 3:3; sind, bringt einen Frieden und eine Freude mit sich, die dem materiellen Sinn unbekannt sind.
Es ist ein allgemeiner menschlicher Wunsch, in Frieden zu leben. Für die meisten Menschen bedeutet das ein Leben ohne Spannungen und Groll, ohne quälende Unruhe wegen menschlicher Beziehungen, ohne Zeitdruck.
Dies ist eine Zeit, die eine Herausforderung für unsere jungen Leute bedeutet, eine Zeit, die wundervolle Gelegenheiten für Wachstum und Erfüllung bietet. Welch eine Freude, die Herausforderung im Licht dessen anzunehmen, was wir von der Christlichen Wissenschaft wissen, und vorwärts zu gehen, um als der geistige Ausdruck des G emüts unser Erbe der Herrschaft zu beweisen! Offensichtlich ist dies keine Zeit, säumig zu sein.
Heutzutage, wo schnelle Reiseverbindungen zwischen allen Punkten des Erdballs etwas Natürliches im menschlichen Leben geworden sind, ist es nichts Ungewöhnliches mehr, jemanden zu sehen, dessen ganzes Aussehen zeigt, daß er aus einem fernen Lande kommt. Wenn wir solch einem Menschen begegnen, fühlen wir uns oft veranlaßt zu fragen: „Wo sind Sie geboren?“ Dies scheint an sich eine ganz natürliche und harmlose Frage zu sein, sei sie nun durch reine Neugierde oder durch echtes, verständnisvolles Interesse hervorgerufen.
Die Entwicklung schneller Beförderungsmittel und praktisch unmittelbar herzustellender Verbindungsmöglichkeiten hat die Menschen mehr denn je einander näher gebracht. Jeden Tag werden wichtige und unwichtige Vorfälle in den Äther hinausgesendet — vielleicht sollten wir sogar sagen, jede Minute.