
Editorials
Es scheint eine schwere Zeit zu sein, in der wir leben. Und manchmal, wenn wir von den Einflüsterungen des Bösen irregeführt werden, indem wir sie für wirklich halten, ergreift uns Furcht, wir werden mutlos, unser Ausblick scheint finster und hoffnungslos.
Es ist aus dem Zusammenhang ersichtlich, daß Jesus von der sogenannten notleidenden Klasse sprach, als er zu seinen Jüngern sagte: „Arme habt ihr allezeit bei euch”. Daß es jedoch eine solche Gesellschaftsklasse gibt, ist der Gedankenarmut, dem „armen” Denken zuzuschreiben, das sich scheinbar in so großem Umfange in der menschlichen Erfahrung behauptet.
Die Menschen und Völker bedürfen zur Ausarbeitung ihrer gemeinsamen Probleme einer gemeinsamen Grundlage, und sie sind dazu bestimmt, sie in der Regierung des göttlichen P rinzips zu finden. Streiten sich die Mathematiker über die Mathematik? Das ist unwahrscheinlich, da ihr gemeinsames mathematisches Wissen und die richtige Anwendung der mathematischen Gesetze die Grundlage ihrer Einigkeit als Mathematiker ist.
Die Frage sittlicher Verantwortung wird oft erörtert. Wie oft entdeckt man, daß man in dem Verlangen, das Rechte zu tun, darüber nachdenkt, wie man sich in einer gewissen Lage zu verhalten habe, ob man zu einem gewissen Handeln verpflichtet sei oder ob man, wenn man etwas getan hat, daran festhalten müsse! Das ganze tägliche Leben tritt in der Weise an uns heran, daß es auf den sittlichen Forderungen, die es an uns stellt, besteht.
Der Prophet Joel schrieb: „Es werden Haufen über Haufen Volks sein im Tal des Urteils”. Die Alltagserfahrung könnte die Erklärung, daß unzählige Menschen im Tal der Unentschlossenheit seien, zu rechtfertigen scheinen.
Mit liebevoller Fürsorge beseitigt die Christliche Wissenschaft das Gefühl der Unvollständigkeit, das so viele Menschen im stillen bedrückt — das Gefühl unvollständiger Gesundheit und Freudigkeit, Intelligenz und Ausbildung, um Schwierigkeiten zu meistern und den Forderungen des täglichen Lebens nachzukommen. Dieses Unvollständigkeitsgefühl beunruhigt besonders diejenigen, die nicht nur für ihren eigenen Unterhalt sondern auch noch für den Unterhalt einer Familie zu sorgen haben.
Sehr oft in der heutigen Zeit scheinen die Menschen vor den Einflüsterungen des Bösen in der Welt zu verzagen, in Niedergeschlagenheit zu versinken, trostlos zu sein, den Mut zu verlieren. Dies ist nicht schwer zu erklären; denn überall herrscht Kriegsgrauen und in vielen Gegenden Furcht vor innerem Umsturz infolge widerstreitender Regierungstheorien.
Mrs. Eddy schreibt auf Seite 331 in „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift” über die Dreieinigkeit und bezeichnet dort Christus als „die geistige Idee der Sohnschaft”.
Vielleicht nichts in der täglichen Erfahrung ist so auffallend wie das Richten, sei es im Familien-, im Geschäfts- oder im Gesellschaftsleben, in nationalen oder internationalen Beziehungen. Die Christliche Wissenschaft bietet durch Anwendung geistigen, wahren Richtens den Schlüssel zu menschlichen Problemen.
Auf Seite vii des Vorworts zu „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift” von Mrs. Eddy lesen wir die fesselnden Worte: „Die Zeit für Denker ist gekommen.