
Editorials
Es ist nicht anzunehmen, daß Jesus das Geben von Geld oder von materiellen Dingen meinte, als er sagte: „Gebet, so wird euch gegeben”. Da er gerade vorher seine Zuhörer ermahnt hatte, ihre Feinde zu lieben, barmherzig zu sein und nicht zu richten, ist es sehr wahrscheinlich, daß er das Geben freundlicher, guter und hilfreicher Gedanken meinte.
Den Christlichen Wissenschaftern sind durch ihr Verständnis der Christlichen Wissenschaft zahlreiche Segnungen widerfahren. Viele haben einen besseren Gesundheitszustand erlangt.
Manchmal kann man Leute, die sich ernstlich mit der Christlichen Wissenschaft befassen, über Mrs. Eddys Werk für die Menschheit sagen hören: „Ich verstehe nicht, wie sie es fertigbrachte”.
Im Namen G ottes rief der Prophet Jesaja: „Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommet her zum Wasser”! In einem Lande, wo oft Wassernot herrschte, muß diese bildliche Einladung des Propheten viel bedeutet haben. Der Einladung: „Kommet her zum Wasser” gab Christus Jesus eine neue Bedeutung, als er zu der Samariterin am Jakobsbrunnen zu Sichar sagte: „Wer von diesem Wasser trinkt, den wird wieder dürsten; wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird ewiglich nicht dürsten; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm ein Brunnen des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt”.
Es kann nicht gesagt werden, daß es für Mrs, Eddy eine leichte Aufgabe war, die Christliche Wissenschaft der Welt zu verkündigen. Nachdem sie im Jahre 1866 selber geheilt worden war, bewies sie in vielen Fällen die Heilkraft der W ahrheit und der L iebe.
Selbst inmitten widerstreitenden Getümmels kann die Vorherverkündigung des Friedens gehört werden. „Vorherverkündigen” bedeutet „durch eine vorliegende Tatsache andeuten, was geschehen wird”.
Da die Christlichen Wissenschafter verstehen, daß die Sterblichen der Annahme nach eher in einer Atmosphäre sterblichen Denkens als in einer materiellen Umgebung leben, ist es ihnen klar, daß sie ihr Denken gegen die herrschenden allgemeinen Annahmen schützen müssen. Gegenwärtig finden die Christlichen Wissenschafter es ratsam, der anmaßenden Einflüsterung, daß der Krieg unabwendbar sei, mental entgegenzutreten.
Wahrscheinlich keine andere Glaubensgemeinschaft könnte ein besseres Selbstbeherrschungsregister vorweisen als die Christlichen Wissenschafter. Der Christliche Wissenschafter, der in der Wahrheit der Allheit G ottes unterwiesen ist, der weiß, daß G ott die allgegenwärtige L iebe ist, und daß es keine der L iebe oder dem Guten entgegengesetzte Macht als Wirklichkeit gibt, kann durch Nachdenken über diese und ähnliche geistige Wahrheiten Einflüsterungen von Besorgnis und Furcht zurückweisen und ein beträchtliches Maß von Gelassenheit und Selbstbeherrschung erlangen.
Weise ordnete unsere geliebte Führerin halbjährliche Kommunionsgottesdienste für die Zweigkirchen an (vgl. Handbuch Der Mutterkirche von Mary Baker Eddy, Art.
Der Gedanke an Feierlichkeit wird gewöhnlich gemieden, damit er einem die erwünschte Fröhlichkeit des Herzens nicht raube. Viele Leute glauben, sie hätten zwischen Feierlichkeit und Fröhlichkeit des Herzens zu wählen, und selbst ein erklärter Christlicher Wissenschafter dürste mehr und immer mehr die Fröhlichkeit des Herzens, die ein ungemein wichtiges Kennzeichen seiner Religion ist, zu lernen haben.