
Editorials
„Wo soll ich hin gehen vor deinem Geist, und wo soll ich hin fliehen vor deinem Angesicht? .
Der natürliche Wunsch der Menschen ist, ein gewisses Maß des Vollbringens auszudrücken, sei es auch nur das bescheidene Streben nach glücklichen menschlichen Beziehungen oder die sachverständige Ausführung einer anvertrauten Aufgabe. Die Grenzen, die die Menschen ihrem Vollbringen setzen, zeigen sich manchmal in der Abgeneigtheit, den ersten wichtigen Schritt zu tun, manchmal, wenn sie mit Schwierigkeiten und Verzögerungen zu kämpfen haben, in der Unfähigkeit auszuharren.
Was ist der Menschheit großes Bedürfnis? Nahrung, Kleidung, Obdach—materielle Dinge? Diese sind in der Tat zum Unterhalt eines materiellen Sinnes des Daseins notwendig; aber sie sind nicht das hauptsächliche Bedürfnis, das wesentliche Bedürfnis, das gedeckt und befriedigt werden muß, damit die Menschen die Gesundheit, das Glück, den Trost und den Frieden haben können, wonach sie sich sehnen. Die Materie kann die größten Bedürfnisse der Menschen nicht befriedigen; nur ein Verständnis der geistigen Wahrheit kann es.
Das Gebot: „Schweig und verstumme!” an jeden Irrtum, sei er persönlich oder gemeinsam, national oder international, kann nur der mit Ermächtigung äußern, der die Ruhe geistiger Stärke in seinem Bewußtsein erlangt hat. Er weiß, daß seine einzige Verantwortung darin besteht, dafür zu sorgen, daß Friede in seinem eigenen Denken als Ergebnis seines Vertrauens in die Oberhoheit des G emüts herrscht.
Es kann einwandfrei gesagt werden, daß „die wissenschaftliche Erklärung des Seins” auf Seite 468 in „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift” von Mary Baker Eddy eine kurze Zusammenfassung der Grundlehren der Christlichen Wissenschaft ist. Die Erklärungen der W ahrheit und die Verneinungen des Irrtums in dieser Erklärung enthüllen die Grundtatsachen des Seins, wie sie im christlich-wissenschaftlichen Lehrbuch dargelegt sind.
„Wo soll ich hin gehen vor deinem Geist, und wo soll ich hin fliehen vor deinem Angesicht? Führe ich gen Himmel, so bist du da. Bettete ich mir in die Hölle, siehe, so bist du auch da” (Ps.
„Wenn die Gerechten die Macht haben, freut sich das Volk”, bemerkte der Verfasser der Sprüche. Das Ausüben unwillkommener religiöser oder politischer Macht, gegen die die Menschen sich aufgelehnt haben, der sie sich widerwillig unterworfen haben, ist in großem Maße die Geschichte des Menschengeschlechts.
Die Christliche Wissenschaft lehrt, daß das einzige wirkliche Weltall geistig ist und aus Ideen, nicht aus materiellen Dingen besteht. Der Glaube, daß das Weltall materiell sei und materiell entwickelt worden sei, erweist sich im Lichte der Christlichen Wissenschaft als falsch.
Die Christliche Wissenschaft lehrt die Menschen das Verfahren des geistigen Heilens und führt es so in der heutigen Welt ein. Das geistige Heilen ist immer möglich gewesen, da das ihm zugrunde liegende göttliche P rinzip immer zugänglich gewesen ist.
Jesus sagte einmal zu seinen Jüngern: „Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird’s verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s finden”.