
Editorials
Vom Standpunkte der Christlichen Wissenschaft aus betrachtet, ist jede Erfahrung lehrreich und dem Fortschritt dienlich. Sie erprobt den Charakter und übt den Verstand.
Die Meinung, daß es nichts zu sagen habe, was man denkt, so lange das, was man sagt und tut, den menschlichen Forderungen entspricht, wird in der Christlichen Wissenschaft vollständig widerlegt. Diese Wissenschaft zeigt, daß das Denken nicht nur verhältnismäßig wichtig, sondern der bestimmende Faktor bei aller Erfahrung ist.
Wenn man das Wort „Umlauf” hört oder sieht, denkt man wegen seines gewöhnlichen Gebrauchs sehr wahrscheinlich, daß es sich auf Geld, auf Zeitschriften oder auf etwas anderes Materielles beziehe. Und ein Wörterbuch erklärt das Wort als „die Handlung des Umherbewegens oder des Weitergebens oder des Sendens von einem Platz zum andern”.
Das Wort „Herrschaft”, das im 1. Kapitel des 1.
Wäre der Zweck des Daseins und das Trachten nach Kenntnissen beständig der Erleuchtung des Menschengeschlechts gewidmet worden, so könnte wohl angenommen werden, daß heute eine höhere Stufe in feiner Entwicklung erreicht wäre. Aber das menschliche Gemüt, das sowohl an das Gute als auch an das Böse glaubt, hat Erleuchtung manchmal als einen Freund, aber kaum weniger oft als einen Feind angesehen.
Es ist wahrscheinlich, daß die Israeliten der alttestamentlichen Zeiten nicht allgemein an die individuelle Unsterblichkeit glaubten. Selbst im Neuen Testament sind Wortstreite über diesen Gegenstand zwischen Pharisäern und Sadduzäern erwähnt (vgl.
Auf Seite 181 in „Miscellaneous Writings” schreibt Mrs. Eddy von des Menschen Verwandtschaft mit G ott: „Sie ist also kein persönliches Geschenk, sondern die Ordnung der göttlichen Wissenschaft”.
Das 13. Kapitel des 1.
Die Menschenbrüderschaft—in wie weiter Ferne ihre Verwirklichung doch manchmal zu sein scheint, wenn man heute die ringende, streitende Welt der Sterblichen betrachtet! Wie nie zuvor in der menschlichen Geschichte finden wir in gewissen Gegenden Rassenzügen Wichtigkeit beigemessen, nationale Kennzeichen hervorgehoben—alles Schläge gegen das Ideal der Menschenbrüderschaft. Ohne Zweifel wird dieses Ideal in jedem Volk von vielen erkannt, und sie sind bestrebt, es in Wohlwollen, Freundlichkeit und Zusammenarbeit praktisch zu verwirklichen.
In dieser Stunde, wo Leute in der ganzen Welt von dem Elend menschlicher Kriegführung betroffen sind, sollten die Christlichen Wissenschafter auf die Gedankenzustände achten, die diesen Widerwärtigkeiten und Unruhen zugrunde liegen, und sie sollten um ihrer selbst und um der Welt willen solche Irrtümer täglich handhaben. Dabei ist es klar, daß wir uns als Christliche Wissenschafter nicht absondern können, da wir erkennen, daß wir in einer Gedankenwelt leben und es mit Gedankenzuständen zu tun haben, die weder örtlich noch persönlich sind.