
Editorials
Paulus unterschätzte in seinem Briefe an die Epheser die geistige Ausrüstung, die Wachsamkeit, die Weisheit und den Mut nicht, die denen not tun würden, die fortfahren, auf G ottes Seite zu stehen, nachdem sie dem Bösen widerstanden haben. Nicht vereinzelt und gelegentlich werden Menschen und Völker aufgefordert, auf seiten des P rinzips zu stehen.
Das Wort „Heilung”, wie es in der Christlichen Wissenschaft gebraucht wird, bezieht sich in der eindringlichsten Weise auf jedes Bedürfnis körperlicher Heilung. Die Christliche Wissenschaft heilt Krankheit.
Im Evangelium des Johannes lesen wir, daß Christus Jesus zu seinen Jüngern gesagt hat: „Das ist mein Gebot, daß ihr euch untereinander liebet, gleichwie ich euch liebe. Niemand hat größere Liebe als die, daß er sein Leben läßt für seine Freunde”.
In keiner einzigen Richtung prägen sich der Charakter und das Endziel eines Menschen bestimmter aus als im Beweggrund und Zweck seines Gebens. Jesu Leben enthält keine größere Lehre, als den Menschen zu zeigen, was geistiges Geben in seinem grenzenlosen Endzweck und Segnen ist.
Für diejenigen, die etwas von der Christlichen Wissenschaft gelernt haben, stellt diese eine unvergleichliche Aufforderung dar — die Aufforderung, die Sterblichkeit zu vernichten und die Vollkommenheit des L ebens zu beweisen. Dies ist natürlich von jeher die Aufforderung des Christentums gewesen; und durch das Werk Mary Baker Eddys ist wieder gezeigt worden, daß es praktisch ist, ihr in vollem Umfange nachzukommen.
Als Mary Baker Eddy, die Entdeckerin und Gründerin der Christlichen Wissenschaft, vor mehr als 60 Jahren über das Thema Versöhnung schrieb, erklärte sie: „Die Zeit ist nicht fern, wenn die herkömmlichen theologischen Ansichten über die Versöhnung eine große Wandlung erfahren werden — eine ebenso durchgreifende Wandlung, wie die öffentliche Meinung in Bezug auf Gnadenwahl und zukünftige Strafe erfahren hat” (Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, S. 24).
„Siehe, das ist Gottes Lamm”, sagte Johannes der Täufer zu zweien seiner Jünger, als sie Jesus vorübergehen sahen. Diese folgten daher Jesus nach und fragten ihn, wo er wohne.
Im ersten Satz des ersten Kapitels von „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift” deutet Mary Baker Eddy das Verfahren des christlich-wissenschaftlichen Heilens an. Sie schreibt: „Das Gebet, das die Sünder umwandelt und die Kranken heilt, ist ein absoluter Glaube, daß bei G ott alle Dinge möglich sind — ein geistiges Verständnis von Ihm, eine selbstlose Liebe”.
Das menschliche Gemüt neigt fraglos in jeder Hinsicht dazu, sich einen Sinn der Begrenzung aufzuerlegen. Es bewegt sich sozusagen in einem Gebiet der Beschränkung.
Was in der menschlichen Anschauung als Unzulänglichkeit der Hilfsquellen erscheint, ob für einzelne oder für Völker, erweist sich in der Christlichen Wissenschaft als Trugvorstellung, als ein irriger Sinn der Dinge, der wie Krankheit geheilt werden kann. Die Unwirklichkeit eines solchen Zustandes wird augenscheinlich, wenn man erkennt, daß G ott, die Ursache und die Substanz alles Seins, das unendliche G emüt, das unendlich Gute ist, und daß der Mensch als G ottes vollkommener Ausdruck mit Ihm zusammen besteht.