
Editorials
Haushaltspläne sind kein wirtschaftliches Schicksal. Aber, wie Geschäftsleute wissen, sind sie uns immer nahe, und für unser Verlagshaus treten sie immerzu dieser Zeit des Jahres mit größerer Dringlichkeit zutage.
In der Nacht vor seiner Kreuzigung verbrachte Jesus einen Teil des Abends mit seinen Jüngern. Er mag darüber nachgedacht haben, wie sie sein Werk und die Ideen seiner die Welt verändernden Mission fortsetzen würden.
Wenn auf der Welt etwas Tragisches geschehen ist, oder auch innerhalb des Familienkreises, fragen sich viele Menschen: „Wo war gott in jenem Augenblick?“ Wir mögen uns fragen oder die Frage hören: „Warum wurden die Gebete nicht erhört?“ Oder einfach nur „Warum?“ Oder die Frage kann in der entwaffnenden Unverblümtheit eines Kindes kommen, wie es in dem Brief eines jungen Mädchens an Gott formuliert ist: „Lieber Gott, statt Menschen sterben zu lassen und neue machen zu müssen, warum behältst du nicht die, die du jetzt hast? Jane“ ( Children's Letters to God [Kinderbriefe an Gott], Zusammenstellung von Stuart Hample und Eric Marshall, Workman Publishing, 1991) Dann gibt es Abschnitte in der menschlichen Geschichte als die, „die (wir) jetzt haben“, die schlimmsten Verbrechen gegen die Menschheit begangen haben — wie den Holocaust in Europa oder die weniger lang zurückliegenden Völkermorde in Ruanda und dem Sudan. Dies sind so abscheuliche Verbrechen, daß Menschen sich ganz natürlich fragen: „Wo war Gott, als.
Wenn heutzutage jemand in der Regierung, am Arbeitsplatz oder auch in der Familie einen Fehler macht, scheint sich ein mittlerweile üblicher Vorgang abzuspielen. In zunehmendem Maße spielen die Menschen das Spiel „Finde den Schuldigen!" Sowie ein Fehlverhalten erkannt wird, ist da diese impulsive Eile, herauszufinden, wer die Verantwortung dafür trägt, häufig begleitet von der destruktiven und demoralisierenden Darstellung von Selbstgerechtigkeit, begierigem Fakten-Suchen, Verurteilen, parteilichem Gezänk, Selbstgefälligkeit, sogar Schadenfreude.
„Sorgen verleihen einer kleinen Sache oft einen großen Schatten“, heißt ein altes schwedisches Sprichwort, auf das sich Beobachtungen von Dr. Edward Hallowell in seinem Buch „Worry: Controlling It and Using It Wisely“ („Sorgen: sie kontrollieren und weise nutzen“) beziehen.
Der Autor Kurt Vonnegut glaubt, dass die wagemutigsten Menschen unter uns »Orte gründen würden, in denen die schreckliche Krankheit Einsamkeit geheilt werden kann« (http://quotes. prolix.
Nach der neuesten Ausgabe des Concise Oxford Dictionary, dem renommierten englischen Wörterbuch, steht der Begriff »Zeit« an der Spitze der 25 meist benutzten Substantive. Dass das Gut Zeit zu einer der größten Manien der Gesellschaft geworden ist, ist nicht neu.
Revolutionen treten nicht immer mit einem großen Knall zu Tage. Manchmal werden sie noch nicht einmal gleich zu Beginn als solche erkannt, wenn zum Beispiel ein neues Produkt oder eine innovative Idee ihren Durchbruch durch Mundpropaganda erreicht.
Heutzutage erscheinen Unterdrückung, Tyrannei und Rücksichtslosigkeit nur allzu offensichtlich. Von Burma über den Sudan bis nach Somalia regieren brutale gewalttätige Regime Millionen von Menschen.
Manchmal hören wir von Verhandlungen, die erfreulicherweise erfolgreich verlaufen — doch noch öfter hat man den Elndruck, dass andere von vornherein zum enttäuschenden Scheitern verurteilt waren. Das vergangene Jahr konfrontierte die Menschen in starkem Maße mit Fehlschlägen im Umgang mit Herausforderungen, wie dem Hurrikan Katrina; HIV-Abwehrmaßnahmen, die das Ziel, Millionen zu behandeln, nicht erreichten; unkontrollierten Rebellen im Irak; dem andauernden Unvermögen, das Rauben und Morden in Darfur wie auch in so genannten zivilisierten Städten auf der ganzen Welt zu stoppen; der Entführung von Kindern, über die anscheinend täglich berichtet wird.