
Editorials
Als Kind spürte ich sehr deutlich, daß die Heilige Schrift in unserem Haus in Ehren gehalten wurde. Ich erinnere mich, wie meine Mutter meinen Bruder und mich zu Bett brachte und bei uns blieb, bis wir das Gebet des Herrn gesprochen hatten.
Die Obstbäume, die während des Winters kahl dagestanden haben, bekommen im Frühling neue Blätter und Blüten. Später tragen sie Früchte, aus denen neue Bäume entstehen können.
Wenn Sie dabeigewesen wären, als Jesus im Garten Gethsemane von einer Schar Bewaffneter gefangengenommen wurde, hätten Sie ohne weiteres vorhergesehen, wie das Ganze am Ostermorgen enden würde? Wenn Sie zusammen mit Paulus im Gefängnis gewesen wären, hätten Sie mit unvermindertem Glauben und mit unverminderter Hingabe Lieder gesungen? Inmitten der Tagesereignisse ist es nicht immer leicht, herauszufinden, was wirklich vorgeht. Wenn sich die Wogen wieder etwas geglättet haben und wir — aus historischer Sicht — zurückschauen, erscheint uns vielleicht der Sieg des Guten selbstverständlich.
Es ist verhältnismäßig einfach, unbekümmert durchs Leben zu gehen und zu glauben, daß weder Sie noch ich jemals einem Heiligen begegnen und schon gar nicht einer sein könnten, weil sie eine Seltenheit sind. Und doch wurde in der Zeit vor Christus und in der frühchristlichen Kirche jeder, der G ott treu war, ein Heiliger genannt.
Es gibt im Alten Testament eine Geschichte, die von zahlreichen Herausforderungen an den menschlichen Geist berichtet. Und doch ist die Geschichte gleichzeitig reich an Lektionen über treue Hingabe, geduldige Liebe und den Sieg über Widerwärtigkeiten.
In unserer kleinen Stadt konnte man die Uhr danach stellen, wenn er vorbeiging. Die Kinder wußten, daß es Mittagszeit war, wenn er durch unsere Nachbarschaft spazierte.
Wenn man im Sommer an einem Wochentag am Ufer eines Sees im ländlichen Osten des amerikanischen Bundesstaates Oklahoma sitzt, kann man einen tiefen Frieden empfinden. Vielleicht erklärt man sich dies so, daß man sich weitab von der „Zivilisation“ befindet und nur friedliche Zeichen des Lebens um sich her sieht.
Treue Christen geben sich wohl kaum damit zufrieden, daß ihre geistige Entwicklung stagniert. Der Wunsch, G ott und den Menschen mehr zu dienen, ist für einen Christen ganz natürlich.
Talk-Shows. Und Telefongespräche.
Wenn wir unsere erste Heilung durch die Christliche Wissenschaft erlebt haben und unser ganzes Leben sich zum Besseren gewandelt hat, berichten wir anderen gern von der wunderbaren Quelle des Segens, der uns zuteil wurde. Doch wenn wir bei unseren Bemühungen auf Ablehnung stoßen, meinen wir vielleicht, gelernt zu haben, daß es „weise“ sei, nicht so mitteilsam zu sein.